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Verschwundene Verlage

Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990)

Messegelände
12:30 - 13:15 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: taz Verlags- und Vertriebs GmbH

Kurzbeschreibung

Ein bislang wenig beachteter Abschnitt ostdeutscher Kulturgeschichte aus der Zeit von 1945 bis 1990.

Beschreibung

Am Ende der DDR existierten nur noch 78 zugelassene Verlage – obwohl die Sowjetische Militäradministration nach 1945 mehr als 200 Verlagslizenzen vergeben hatte. Was geschah mit den anderen? Der renommierte Verlagshistoriker Christoph Links rekonstruiert in seinem Buch erstmals die Geschichte von rund 150 verschwundenen DDR-Verlagen und legt die Mechanismen staatlicher Kultur- und Wirtschaftspolitik offen.

Auf Grundlage akribischer Recherchen zeigt Christoph Links, wie Verlage aus politischen Gründen enteignet, durch steuerrechtlichen Druck zur Aufgabe gezwungen, zur Abwanderung in den Westen gedrängt oder gegen ihren Willen fusioniert wurden. Manche gaben auf, andere wurden systematisch ausgeschaltet. Im Zentrum steht die Frage, mit welchen Mitteln die SED-Führung geistige, kulturelle und wirtschaftliche Konkurrenz eliminierte, um monopolartige Strukturen zugunsten staatlich bevorzugter Betriebe zu schaffen.

Das Buch „Verschwundene Verlage“ bietet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Kulturpolitik, zur Geschichte von Zensur und Macht in der Kulturwirtschaft – und ist hochaktuell für Debatten über Freiheit des Publizierens, staatliche Kontrolle und kulturelle Vielfalt.

Verschwundene Verlage: Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte – ein taz Talk im taz Studio auf der Leipziger Buchmesse mit:

🐾 Christoph Links ist Verleger, Autor und Historiker. 1989 gründete er den Ch. Links Verlag, der sich auf Politik und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Links promovierte zur Privatisierung der DDR-Verlage und ist Mitglied des PEN Clubs sowie der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Herausgaben zur Literatur- und Zeitgeschichte. Sein Buch „Verschwundene Verlage: Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte“ erscheint im Ch. Links Verlag.

🐾 Klaus Hillenbrand ist Mitarbeiter der taz und Buchautor. Seine Themenschwerpunkte sind Zeitgeschichte und der Nahe Osten. Hillenbrand ist Autor mehrerer Bücher zur NS-Geschichte und Judenverfolgung.

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Veranstaltungsort

taz Studio  (Halle 5, G500)