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Schweizer Abend

Stadtgebiet
20:00 - 22:00 Uhr Sa. 21. März
Veranstalter: Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband SBVV

Kurzbeschreibung

Neue Literatur aus der Schweiz, moderiert von Wiebke Porombka (Deutschlandradio)

Beschreibung

Anlässlich ihrer Neuerscheinungen diskutieren Flurina Badel, Laura Vogt und Julia Weber mit Literaturredakteurin Wiebke Porombka (Deutschlandradio) u.a. über den Verlust von Menschen und Orten, über Vergänglichkeit und Trauer, Versöhnung und Liebe – und die Möglichkeit der Selbstermächtigung. Musikalisch untermalt wird der Abend von der schweizerisch-ghanaischen Sängerin und Elektronik-Künstlerin Joy Frempong (OY).

Flurina Badels Romandebut „Nebelflüchtige“ (Rotpunktverlag), übersetzt aus dem Rätoromanischen von Ruth Gantert, erzählt von zwei jungen Menschen im schweizerischen Unterengadin, die den Ausverkauf ihrer Heimat auf sehr unterschiedliche Weise erleben: Aita muss hinnehmen, dass ihre Brüder kurz nach dem Tod der Mutter das Elternhaus an die Meistbietenden verkaufen – während ihr alter Schulfreund Luis verzweifelt versucht, die lokale Bevölkerung davon zu überzeugen, der Immobilienspekulation standzuhalten. Ein vielstimmiger, poetischer und packender Roman über das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Lebenswelten.

In ihrem Roman „Das Jahr des Kalks“ (Dörlemann) schreibt Laura Vogt von einer jungen Künstlerin und Mutter, die sich von ihrem sterbenden Onkel verabschieden muss. Dabei denkt sie unweigerlich an ihren Vater, der die Familie früh verlassen hat. In der Auseinandersetzung mit diesem doppelten Schmerz fängt sie an, sich mit Kalk zu beschäftigen. Indem sie dem Abstrakten etwas Konkretes entgegensetzt, findet sie einen Weg, ihre Trauer zu bewältigen. Ein ebenso feinsinniger wie lebenskluger Roman über Vergänglichkeit und Versöhnung.

Julia Webers Roman „Weil ich Ruth bin“ (Limmat Verlag) handelt von einem ganz besonderen Menschen. Ruth kommt mit einem Fell zur Welt wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter, am Ende der Kindheit verliert sie es. Und Ruth hat „die Kraft“. Diese Kraft teilt sie mit den Menschen; sie sehen bei ihr das Glück, sehen, was sein könnte und nicht ist, was sie vergessen haben und jetzt vermissen. Doch dann kommt Linda, die große, schöne Linda. Die verheiratete Linda. Was soll jetzt werden? Eine verblüffende Geschichte voller Magie in einer einzigartig sinnlichen Sprache.

Joy Frempong (*1978, Ghana) bewegt sich als Sängerin und Komponistin frei zwischen Elektronik, Avant-Pop, Afrobeats, Improvisation und Jazz. Sie verhandelt in ihren Texten vorwiegend diasporische Zwischenwelten und afrofuturistische Themen. Mit ihrem Duo OY veröffentlichte sie vier Alben und spielte zahlreiche Konzerte weltweit. Joy Frempong kam 1986 in die Schweiz und lebt seit 2008 in Berlin.

Im Anschluss an die Veranstaltung sind alle herzlich eingeladen zu Suppe und gemütlichem Beisammensein.

Eine Veranstaltung von Pro Helvetia.

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Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Neues Schauspiel

Adresse
Lützner Str. 29 04177 Leipzig