Das Gipfeltreffen zweiter Storytelling-Genies: Johnanna Wack (Hamburg) und Ole Lucoje (Berlin)
Beschreibung
Nachdem Ole Lucoje 2024 Berlin-Brandenburgischer Landesmeister im Poetry Slam wurde, wagt er sich nun mit seinem ersten Sammelband in die Welt der Bücher. Dabei scheut er die klassische Shorty Story ebenso wenig wie knalligen Humor und bekennt: »Fun, Fun Fun, denk, denk, denk. – Schaden kann aktuell beides nicht.« Ole Lucoje stellt keine großen Fragen und beantwortet wahrscheinlich auch keine konkret. Er beschreibt sie – vielleicht. Darüber hinaus neigt er zu schamlosen Untertreibungen. In seinem Debüt zieht er viele Register und versammelt Short Storys mit starker Bildsprache, die häufig ins Groteske kippen und einen Sinn für Tragik offenbaren, seine gefeierten humoristischen Bühnentexte sowie satirisch-essayistische Auseinandersetzungen mit der Überforderung eines jungen Zwangsneurotikers im großstädtischen und studentischen Alltag. Hier meldet sich eine vielversprechende neue Stimme aus der Berliner Lesebühnen- und Poetry-Slam-Szene: jung, hochkomisch, nachdenklich, aufmerksam und unbedingt unterhaltsam mit einem Anspruch auf mehr.
Johanna Wack sucht im Baumarkt nach einem Urks, schreibt Märchen aus der Sicht der Wölfe und stellt sich die Frage, wie eigentlich andere Frauen reagieren, wenn sie Penisfotos geschickt bekommen. Skurril und mit tiefsinnigem Witz erzählt die Hamburgerin aus dem prallen, schrägen Alltagsleben. Seit zwanzig Jahren steht Johanna Wack auf den Lese- und Poetry-Slam-Bühnen des Landes und ist aus der Hamburger Live-Literaturszene nicht mehr wegzudenken. – Zeit für ein Best-of ihrer Bühnentexte und Short Storys. Dabei genießt und beherrscht die open-mike-Publikumspreisträgerin absurde Rollenprosa genauso wie humoristisch zugespitzte Alltagsgeschichten aus dem Leben einer alleinerziehenden Mutter in der Metropole Hamburg. Wack datet Männer mit schlechtem Kunstgeschmack, dreht Pirouetten mit Pinguinen, bedichtet den Ü40-Sex, lauscht bei einer Trennungstherapie und weiß, wie man als Frau trotz Penisneid hart bleibt. Und immer schreibt sie mit Spaß an Selbstironie und hoher Pointendichte.