Das Programm der LBM26: Promis, Literaturstars und die Stimmen von morgen
Leipzig liest und Leipziger Buchmesse mit Autor:innen wie Sebastian Fitzek, Paul Maar, Bernhard Schlink und Julia Quinn
Vom 19. bis 22. März wird Leipzig wieder zum Zentrum der Literatur in Deutschland. Zahlreiche Gäste aus vielen Teilen der Welt tragen dazu bei – ob aus den USA, Belgien, Russland, Frankreich, Norwegen, Südosteuropa oder dem Donauraum. Jedes Jahr beweisen die Leipziger Buchmesse und Europas größtes Lesefestival Leipzig liest aufs Neue, wie verbindend Schreiben und Lesen sein kann. Sie bieten für alle Genres und Altersgruppen ein Angebot, das in diesem Umfang seinesgleichen sucht.
Es ist so weit: Das Programm mit den rund 2.000 Veranstaltungen an mehr als 300 Leseorten in der Stadt und auf dem Messegelände ist online! Interessierte können jetzt in die Fülle an Lesungen, Gesprächen, Forumsdiskussionen, Präsentationen, Workshops, Konzerten und vielen weiteren Highlights aus allen Genres eintauchen und die ganz persönliche Buchmesseplanung starten.
Star-Autor:innen auf der Messe und bei Leipzig liest
Buchmessezeit ist Promizeit! Ob sie selbst schreiben, wie die unten gelisteten Autor:innen, oder ob über sie geschrieben wird, wie in „Der Doppelagent“ von Gunnar Leue. Der Journa-list hat in enger Zusammenarbeit mit der Managerlegende Peter Schimmelpfennig dessen außergewöhnliche Erinnerungen festgehalten. Gemeinsam mit Dieter Birr, Frontmann, Sänger, Gitarrist und Komponist der Puhdys, werden sie bei Leipzig liest erzählen, wie DDR-Bands wie die Puhdys, City oder Karat es geschafft haben, in der damaligen BRD live aufzu-treten und hunderttausende Platten zu verkaufen. Darüber hinaus werden zu Gast sein:
- Annika Strauss und Sebastian Fitzek: „REM“, Droemer, 19.03.26
- Paul Maar und Hannes Maar: „Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank“, Oetinger, 03.01.26
- Bernhard Hoëcker, Eva Mühlenfels und Angela Glökler: „Paul bekommt kein Kätzchen“, Esslinger, 24.03.26
- Péter Gulácsi: „Gulácsi: Die Autobiografie“, G-ADAM, 31.03.26
- Miriam Davoudvandi: „Das können wir uns nicht leisten“, btb, 18.03.26
Marc Uwe Kling bringt sein neues Buch „Die Känguru-Rebellion“ (Ullstein, 12.03.26) nach Leipzig mit.
Von Frankreich über Rumänien bis zu den USA: die internationalen Stimmen
Aus vielen Teilen der Welt reisen die Autor:innen an, um ihre neuesten Werke dem Leipzig liest Publikum vorzustellen. Ihre Romane erzählen von Liebe, Macht und Erinnerung, themati-sieren Familiengeheimnisse wie Weltpolitik und nehmen ihre Leser:innen mit auf Reisen nach Paris und London, Russland, Botswana oder die rumänischen Karpaten.
- Julia Quinn (USA): „Bridgerton: When He Was Wicked” (Deluxe Collector's Edition), HarperCollins, 03.03.26
- Gabriela Adamesteanu (Rumänien): „Stimmen auf Abstand“, Ü: Jan Koneffke, Wallstein, 04.03.26
- Viktor Jerofejew (Russland): „Die neue Barbarei“, Ü: Beate Rausch, Matthes & Seitz, 18.03.26
- Dana Grigorcea (Rumänien/Schweiz): „Tanzende Frau, blauer Hahn“, Penguin, 11.03.26
- Leïla Slimani (Frankreich/Marokko): „Trag das Feuer weiter“, Luchterhand, 14.01.26
Das Fokusthema 2026 „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“
Die Autor:innen des Donauprogramms führen uns von der Moldau nach Wolnopol, von der Diktatur ins Exil und aus den Schatten der Historie hinein in die Stürme der Gegenwart. Zwi-schen Realismus und Allegorie, Ost Europa und globaler Migration stellen sie die Frage, wie wir im Orkan der Geschichte handlungsfähig bleiben und wie viel Vergangenheit man mit-nehmen kann, ohne an ihr zu ersticken.
- Iulian Ciocan: „Die Königin der Kelche“, Edition Noack & Block, Dezember 2025, Hrsg. und Ü: Julia Richter
- Catalin Dorian Florescu: „Matei entdeckt die Freiheit“, Rowohlt Berlin, 13.03.26
- Dan Ivan: „Meile 23“, Dittrich, 31.03.26
- Ulrike Almut Sandig: „Im Orkan“, Schöffling, 18.02.26
- Madeline Potter: „Die Roma“, Ullstein, ET: 12.3.26
Zwischen Theorie, Tresen, toxischer Liebe und Menschenhass
Diese Neuerscheinungen bekannter deutschprachiger Autor:innen erzählen davon, wie wir miteinander leben – oder daran scheitern. Sie fragen mit Ernst und Witz, mal mit philosophi-scher Klarheit, mal mit Ruhrgebiets Humor, was gerecht ist, wie Beziehungen uns retten oder ruinieren und warum ein Kneipentresen mehr über eine Gesellschaft erzählt als jede Statistik.
- Bernhard Schlink: „Gerechtigkeit“, Diogenes, 25.02.26
- Dana von Suffrin: „Toxibaby“, Kiepenheuer & Witsch, 12.03.26
- Frank Goosen: „Lovely Rita“, Kiepenheuer & Witsch, 12.02.26
- Julius Fischer: „Ich hasse Menschen. Eine Fortpflanzung“, Voland & Quist, 9. März 2026
Geschichten über mutige Frauen, gebrochene Versprechen und alte Reiche
Nach seinem Auftritt als Gastland im vergangenen Jahr, wird Norwegen auch 2026 wieder durch zahlreiche Autor:innen bei Leipzig liest vertreten. Sie überzeugen mit psychologischen Kammerspielen, gegenwärtigen wie historischen Familiendramen, erzählen von Identität, Sprache und Widerstandskraft indigener Völker – und sind immer wieder auch auf der Suche nach einem eigenen Platz in der Geschichte.
- Kathrine Nedrejord: „Acht Jahreszeiten“, Ü: Stefan Pluschkat, Eichborn, 31.10.25
- Frode Grytten: „Der letzte Tag des Fährmanns“, Ü: Ina Kronenberger, Penguin, 05.11.25
- Sigrid Undset: „Olav Audunssohn, Ü: Gabriele Haefs, Alfred Kröner, 23.09.25
- Brit Bildøen: „Das Unwetter“, Ü: Frank Zuber, btb, 14.01.26
TACHELES – Programmschwerpunkt im Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen
Das jüdische Programm mit 54 Autor:innen aus 41 Verlagen an 18 Veranstaltungsorten in der Stadt vereint Belletristik, Sachbücher und wissenschaftliche Arbeiten zu Themen wie Shoah-Erinnerung, Exil, Antisemitismus, Migration und gesellschaftlichem Wandel. Zu den beteiligten Autor:innen, die bei Leipzig liest, auftreten werden, gehören unter anderem:
- Ronen Steinke: „Meinungsfreiheit“, Berlin Verlag, 27.02.26
- Vladimir Vertlib: „Der Jude der Kaiserin“, Residenz Verlag, 09.02.26
- Ines Geipel: „Landschaft ohne Zeugen“, S. Fischer, 11.03.26
- Lena Gorelik: „Alle meine Mütter“, Rowohlt, 13.03.26
- Matthias Quent: „Keine Macht der Ohnmacht“, Piper, 27.02.26
- Karoline Preisler: „Streit und Straßenkampf“, Ariella Verlag, 04.11.25
Wenn Leierkastenmusik und gutes Essen zum Tod führen
…dann hat man sie aufgeschlagen, die aktuellen Krimis und Thriller deutscher Autor:innen, die sie bei Leipzig liest präsentieren. Ob historisch im Winter 1946/47, in der Zukunft kurz vor der KI-prognostizierten globalen Megakrise, ob in der niederösterreichischen Wachau, auf den Philippinen oder im kalifornischen Nationalpark: Spannung ist garantiert.
- Anne Stern: „Die weiße Nacht“, Piper, 02.01.26
- Daniel Faßbender: „Heaven‘s Gate“, Diogenes, 25.02.26
- Alexander Rupflin: „Protokoll eines Verschwindens“, HarperCollins, 26.08.25
- Eva Rossmann: „Wer fastet, stirbt länger“, Folio, 29.08.25
- Colin Hadler: „Firewatch“, dtv, 19.02.26
- Fanny Svoboda: „Mariandlmord“, emons:, 26.02.26
- Marc Elsberg: „EDEN – Wenn das Sterben beginnt“ (Blanvalet), 25.02.26
„Satz, Land, Fluss − literarische Strömungen in Südosteuropa“ – das Motto des TRADUKI-Programms 2026
Das umfangreiche Programm des Literaturnetzwerks TRADUKI startet cineastisch bereits am 9. März mit der Balkan-Film-Woche. Bei der Balkannacht im UT Connewitz am 21. März stimmt die slowenische Rapperin Masayah das Publikum auf Südosteuropa ein. Das zeitgenössische Literaturschaffen dieser Länder präsentieren Autor:innen wie:
- Betty Boras: „Das schönste aller Leben“, hanserblau Verlag, 19.01.26
- Ena Katarina Haler: „Die Schuldlosen“, Ü: Klaus Detlef Olof, Folio Verlag, 20.02.2026
- Maja Iskra: „Uppercut“, Ü: Mascha Dabić und Maja Iskra, Zsolnay Verlag, 17.02.26
- Slobodan Šnajder: „Engel des Verschwindens“, Ü: Matthias Jacob und Rebekka Zeinzinger, Zsolnay Verlag, 17.03.26
- András Visky: „Die Aussiedlung“, Ü: Timea Tankó, Suhrkamp Verlag, 28.10.25
Die Spätausgabe der Unabhängigen mit 18 Autor:innen auf zwei Bühnen
Die Kurt Wolff Stiftung engagiert sich für eine vielfältige Verlags- und Literaturlandschaft. Am 21.03. zieht ihr Forum „Die Unabhängigen“ zum sechsten Mal in die Stadt zur „Spätausgabe“. Moderiert wird der Abend im Westflügel Leipzig von Sabine Franke, Linn Penelope Rieger und Jörg Schieke. In thematisch kuratierten Blöcken lesen Autor:innen wie:
- Domenico Müllensiefen: „Manchmal muss man sich entscheiden“, Kanon, 18.02.26
- Dirk Bernemann: „Gromzell“, Edition W, 26.01.26
- Alisha Gamisch: „Parasiti“, Voland & Quist, 09.03.26
- Hendrik Otremba: „Der Gräber“, März, 23.02.26
- Sophie Sumburane: „Keine besonderen Auffälligkeiten“, Edition Nautilus, 02.03.26
- Kinga Toth: „Mariamachina“, Matthes & Seitz, 18.03.26
Mit Lehrerschmidt, Kids Doc und Bob Blume den Kinder- und Schulalltag meistern
Zwischen Klassenzimmer und Kommentarspalte verschiebt sich Bildung auf den Bildschirm: Kinder und Jugendliche lernen zunehmend digital – aber auch die Eltern finden bei Content-Creator:innen gute Tipps, die das Familienleben leichter machen: sei es der Arztbesuch der Jüngsten oder Strategien gegen Stress, Mobbing, Hausaufgabenfrust und Prüfungsangst.
- @kids.doc.de (Vitor Gatinho)
- @lehrerschmidt (Kai Schmidt)
- @netzlehrer (Bob Blume)
Die Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März 2026 statt. Tickets sind im Online-Ticketshop erhältlich. Das Programm mit allen Autor:innen wird heute online veröffentlicht.