21.01.2026 Leipziger Buchmesse

Mitreißende Geschichten aus dem Strom der Donau

Mut ist es, der sie alle vereint: die Protagonist:innen der Bücher, die im Rahmen des Fokusthemas „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“ auf der Donaubühne der Leipziger Buchmesse 2026 vorgestellt werden. Diese Menschen geben nicht auf. Sie wandern aus und suchen den Wiederanfang andernorts, sie werden deportiert und versuchen am Leben zu bleiben und festzuhalten, sie opfern, was dafür geopfert werden muss – das Ziel dabei stets fest im Blick: die Freiheit am Horizont des eigenen Lebens sowie die ihres Volkes.

Zu den Werken, aus denen vom 19. bis 22. März auf der Donaubühne gelesen wird, zählen unter anderem diese: Entlang der eigenen Biografie verfolgt Michal Hvorecký in seinem neuen Buch „Dissident“ den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Tendenzen. Dimitré Dinev webt in die „Zeit der Mutigen“ aus drei Erzählsträngen ein episches Panorama des 20. Jahrhunderts in Bulgarien und Europa voller Familiengeschichten, politischer Intrigen und menschlicher Abgründe. In „Die Aussiedlung“ erzählt András Visky autobiografisch von der Deportation und dem Überleben seiner Familie im rumänischen Bărăgan-Lager in den 1950er Jahren unter dem Kommunismus. Nadine Schneiders große Mütter-Tochter-Geschichte „Das gute Leben“ spannt einen Bogen über vier Generationen hinweg und thematisiert Abschied und Neuanfang sowie die Arbeit des Lebens. Sabine Zaplins „Die Wasserwandler“ nimmt uns mit zu den Auswander:innen im späten 18. Jahrhundert, die auf Holzschiffen die Donau hinab in ein besseres Leben im Habsburgerreich Südosteuropas ziehen.

  • Michal Hvorecký: „Dissident“, Tropen, 14.03.26
  • Dimitré Dinev: „Zeit der Mutigen“, Kein & Aber, 2025
  • András Visky: „Die Aussiedlung“, Suhrkamp, 2025, übersetzt von Timea Tankó
  • Nadine Schneider: „Das gute Leben“, S. Fischer, 25.02.2026
  • Sabine Zaplin: „Die Wasserwandler“, STROUX edition, 30. Januar 2026

Das Programm mit allen Autor:innen wird ab dem 19. Februar veröffentlicht.

Copyright: Max Gödecke
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