21.01.2026 Leipziger Buchmesse

Fragen stellen in Zeiten des Krieges – die neuen Sachbücher zur Außenpolitik

Unsere Gegenwart wird von multiplen Krisen und Konflikten bestimmt. Sachbücher helfen dabei, sich kritisch mit der geopolitischen Neuordnung Europas und der Welt auseinanderzusetzen und ein eigenes Verständnis für die Fakten zu entwickeln. Die Neuerscheinungen des Frühjahrs bei Leipzig liest fordern Europa zu mehr Eigenverantwortung auf.

Vom fortwährenden Krieg in der Ukraine über den Gaza-Konflikt und die Kämpfe im Sudan, Jemen und Myanmar bis zur brutalen Unterdrückung der Proteste im Iran – unsere Gegenwart ist geprägt von einer erschreckenden Vielzahl gleichzeitiger bewaffneter Konflikte und gewaltsamer Krisen, die Millionen Menschen in Angst, Flucht und Verlust zwingen. Sei es durch russische Aggression, chinesische Expansion oder den Wandel der USA, einst Garant für die Sicherheit der NATO-Staaten über Grenzen hinweg zu „America First“ – Europa steht vor der Frage, wie es seine Sicherheit, Handlungsfähigkeit und politische Eigenständigkeit künftig wahrt. Die neuen Sachbücher bei Leipzig liest beleuchten ebenso wirtschaftliche Macht als Waffe wie militärische Verteidigungsfähigkeit und den Bruch mit alten Abhängigkeiten wie Verbindlichkeiten. Viele der Sachbuchautor:innen vereint die Kritik an der deutschen Passivität und zögerlichen Politik. Sie plädieren für eine aktive, wertebasierte Haltung gegen Autoritarismus und für Friedenssicherung durch Stärke. Gemeinsam entwerfen sie ein Bild des „neuen Westens“, in dem Deutschland und Europa lernen müssen, Freiheit, Wohlstand und Demokratie selbst zu verteidigen.

An Autor:innen, die 2026 ihre Sachbücher bei Leipzig liest vorstellen, werden unter anderem erwartet:

  • Ulrike Herrmann: „Geld als Waffe“, KiWi, 12.03.2026
  • Jana Puglierin: „Wer verteidigt Europa“, Rowohlt, 27.01.2026
  • Jörg Lau: „Der Westen sind jetzt wir“, Droemer Knaur, 02.03.2026
  • Klaus Brinkbäumer: „Der amerikanische Albtraum“, S. Fischer, 25.03.2026
  • Roderich Kiesewetter: „Was wollen wir? Was können wir?“, Econ, 26.02.2026

Das Programm mit allen Autor:innen wird ab dem 19. Februar veröffentlicht.

Copyright: Stella von Saldern
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