Jouanna Hassoun und Daniela Sepehri und Lara Dovifat im Gespräch
Beschreibung
Globale Krisen, bewaffnete Konflikte und drastische Kürzungen internationaler Hilfsgelder stellendie humanitäre Arbeit vor eine neue Realität. Angesichts der Streichung von US-Hilfsgeldern stellt sich zunehmend die Frage nach der Verantwortung Europas und Deutschlands – politisch, finanziell und moralisch.
Wie kann Hilfe unter diesen Bedingungen wirksam bleiben? Wo verlaufen die Grenzen zwischen humanitärerNeutralität, politischer Verantwortung und gesellschaftlichem Protest? Wie kann und muss sich zivilgesellschaftliches Engagement hier aufstellen? Welche Rolle spielt die mediale Öffentlichkeit und die strategische Politikarbeit für die Rahmenbedingungen?
Darüber diskutieren die Expertinnen Lara Dovifat, Jouanna Hassoun und Daniela Sepehri auch mit konkretemBlick auf Gaza und Iran. Die Journalistin Gemma Pörzgen moderiert das Gespräch.
Jouanna Hassoun floh als Kind vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland und hat palästinensischeWurzeln. Sie ist seit über 15 Jahren als politische Bildnerin aktiv. Sie Mitbegründerin des Bildungsvereins Transaidency e.V., der 2015 ins Leben gerufen wurde und sich ebenfalls der humanitären Hilfe verschrieben hat. Zu ihrem Engagement gehört die Auseinandersetzungmit dem Nahostkonflikt, Antisemitismus und die Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit. Für ihr bürgerschaftliches Engagement wurde sie mit dem Landesverdienstorden von Berlin ausgezeichnet.
Daniela Sepehri ist Deutsch-Iranerin aus Paderborn. Sie ist leidenschaftliche Poetry Slammerin seit2013 und engagiert sich in den sozialen Netzwerken für die Themen Feminismus, Anti-Rassismus, Migration und Iran. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene Medien (u.a. die Kolumne „Prinzip Hoffnung“ in der taz) mit den Schwerpunkten auf den Themen Iranund Migration.
Lara Dovifat ist Leiterin der Politikabteilung von Ärzte ohne Grenzen Deutschland. Sie verantwortet die strategische politische Arbeit zu humanitärer Hilfe und aktuellen Krisen – darunter Gaza und Sudan – und befasst sich mit Grundsatzfragen des Völkerrechts, humanitäremZugang und Finanzierung, globaler Gesundheit, Migration, Ernährungssicherheit sowie der Klimakrise.
Ärzte ohne Grenzen (MSF) ist eine unabhängige internationale medizinische Nothilfeorganisation, diein rund 75 Ländern mit über 67.000 Mitarbeitenden im Einsatz ist. In bewaffneten Konflikten, nach Naturkatastrophen und bei Epidemien leistet sie lebensrettende medizinische Hilfe für Menschen, die sonst keinen Zugang zu Versorgung hätten.
Gemma Pörzgen ist freie Journalistin in Berlin. Sie arbeitet als Chefredakteurin der Zeitschrift „Ost-West. Europäische Perspektiven", als Online-Redakteurin beim Deutschlandfunk, als Autorin und Veranstaltungsmoderatorin. Davor war sie als Auslandskorrespondentin für verschiedene Zeitungen in Israel/Palästina und auf dem Balkan tätig. Sie ist Mitgründerin von Reporter ohne Grenzen Deutschland und war dort bis September 2025 ehrenamtliches Vorstandsmitglied
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