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München 38

Die Welt am Scheideweg

Messegelände
11:00 - 11:45 Uhr So. 22. März
Veranstalter: Universität Leipzig

Kurzbeschreibung

München 1938 global betrachtet: Was die Geschichte des Appeasement heute über Krieg & Frieden lehrt

Beschreibung

München 1938 ist zu einem politischen Schlagwort geworden: „Appeasement“ – das Nachgeben gegenüber Aggressoren – gilt bis heute als warnendes Beispiel. Doch was genau geschah in den dramatischen drei Tagen der Münchner Konferenz, wer handelte mit welchen globalen Erwartungen im Rücken – und welche Lehren zog die Welt daraus?
In ihrem Buch „München 38. Die Welt am Scheideweg“ erzählen Christian Goeschel (University of Manchester) und Daniel Hedinger (Universität Leipzig) die Geschichte der Konferenz neu: nicht nur als europäische Krise, sondern als Ereignis mit weltweiten Voraussetzungen und Folgen. Der Aufstieg des Faschismus hatte die bestehende Weltordnung bereits vor 1938 unter Druck gesetzt. Vor diesem Hintergrund konnte Hitler seine Expansion vorantreiben – und das Zurückweichen der Demokratien schwächte Abwehrkräfte im Inneren und ermutigte aggressive Mächte zu weiterer Expansion, in Europa ebenso wie in anderen Weltregionen.
Im Gespräch auf dem Stand des Unibundes Halle–Jena–Leipzig wird diskutiert, warum München 1938 bis heute als globaler Erinnerungsort wirkt – und was passiert, wenn Großmächte über die Sicherheit kleinerer Staaten entscheiden. Die Runde knüpft an aktuelle Debatten über Krieg und Frieden, internationale Institutionen, Diplomatie, Abschreckung und den Umgang von Demokratien mit autoritärer Expansion an und fragt zugleich nach den Grenzen historischer Analogien. Moderiert von Zarin Aschrafi (Universität Leipzig) bietet die Veranstaltung einen pointierten Einstieg ins Buch und lädt dazu ein, tragfähige Lehren für Gegenwart und Zukunft zu prüfen.

Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum UNIBUND  (Halle 2, C301)