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Das Exil im Gepäck

Die Lebenswege der Grafikerin Lea Grundig

Messegelände
15:00 - 15:45 Uhr Fr. 20. März
Veranstalter: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kurzbeschreibung

Das Buch erzählt vom Leben der jüdisch-deutschen Künstlerin in Palästina und der frühen DDR.

Beschreibung

Als Jüdin und Kommunistin von den Nationalsozialisten verjagt und aus Deutschland vertrieben, gelangte die jüdisch-deutsche Grafikerin Lea Grundig (1906-1977) 1940 auf abenteuerlichen Wegen nach Palästina. Später hat sie als eine der ersten die Berichte über den Judenmord in eine Bildsprache übersetzt, lange bevor es Fotografie über die befreiten NS-Lager gab. Damit sowie mit Landschaftszeichnungen machte sie sich als Künstlerin in Palästina einen Namen. Ihren Lebensunterhalt verdient sie damit, hebräische Kinder- und Jugendbücher zu illustrieren. Für viele ihrer jüdischen Freunde überraschend emigrierte sie 1948 erneut und kehrte ins Land der Täter zurück. Seit 1949 lebte sie wieder in ihrer Geburtsstadt Dresden und wurde dort Professorin für Grafik an der Hochschule für Bildende Künste. Als Westemigrantin begegneten ihr viele SED-Funktionäre kritisch, bis es ihr schließlich mit „Gesichte und Geschichte“ gelang, sich als treue Kommunistin in die Memoirenliteratur der DDR einzuschreiben ohne ihr jüdische Herkunft zu verleugnen.

Moderation

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum UNIBUND  (Halle 2, C301)