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Jerusalem-Berlin

Stadtgebiet
19:30 - 20:30 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: Secession Verlag Berlin GmbH

Kurzbeschreibung

Fotografien aus Jerusalem und Berlin

Beschreibung

Benjamin Reich schreibt über eine künstlerische Entwicklung als Fotograf, der aus einer stark text- und traditionsgebundenen jüdischen Gelehrtenkultur stammt. Ausgehend von familiären Wurzeln in der Linie des Gaon von Wilna und geprägt von der Auseinandersetzung mit religiösen Bildverboten versteht er seine fotografische Arbeit als Antwort auf diese Tradition – und zugleich als bewussten Bruch mit ihr. Die Fotografie wird für ihn zum Medium, das zwischen Schrift, Licht und Bild vermittelt und eine Verbindung von Körperlichkeit und geistiger Erfahrung ermöglicht. Im Rückblick erscheint ihm sein Weg als Prozess der Transformation: ein Ausbruch aus den Grenzen der Herkunft, ein Wechsel vom Schreiben zur Fotografie als Form der Selbstfindung. Fotografieren wird dabei zu einer Praxis, die ihn nach außen führt, Wahrnehmung und Bewegung verbindet und persönliche Erfahrungen – Einsamkeit, Suche, Identität – in Bildern festhält. Die Kamera fungiert als Werkzeug der Annäherung an die Welt und als Ausdruck seiner Loslösung von traditionellen Erwartungshaltungen.

Benyamin Reich ist ein Fotograf, der die Schnittstellen von jüdischer Identität, Sexualität und Zugehörigkeit im heutigen Berlin untersucht. Aufgewachsen in einer ultraorthodoxen Familie in Bnei Brak, reflektiert seine Arbeit den Bruch mit diesem Umfeld und die Suche nach neuen Formen von Nähe und Gemeinschaft. Seine Fotografien hinterfragen traditionelle orthodoxe Rollenbilder und verbinden inszenierte Szenen mit alltäglichen Beobachtungen. Dabei entstehen Bilder, die Identitätsgrenzen ausloten und zugleich universelle Erfahrungen von Intimität und Menschlichkeit sichtbar machen.

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Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Ariowitsch-Haus - Junger Salon

Adresse
Hinrichsenstraße 14 04105 Leipzig
Kontakt
Website: https://ariowitschhaus.de/