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Weitermachen reicht nicht

Reparieren, Organisieren und die Suche nach einer anderen Zukunft

Messegelände
11:00 - 12:00 Uhr Fr. 20. März
Veranstalter: Verlage gegen Rechts

Kurzbeschreibung

Ein Gespräch über Reparaturkultur, kollektive Stärke und gerechte ökologische Lösungen.

Beschreibung

In einer Gegenwart, die vom Immer-Mehr geprägt ist, richtet dieses Gespräch den Blick auf das, was längst da ist – auf Materialien, Ideen und widerständige Praktiken. Drei Stimmen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Konsum, Arbeit und gesellschaftlicher Transformation beschäftigen, kommen zusammen: Konrad Staisch, Caspar Dohmen und Johanna Schellhagen.

Autor und Künstler Konrad Staisch zeigt, warum Wiederverwenden und Reparieren nicht nur ökologische Effekte haben, sondern unseren Umgang mit Dingen grundsätzlich verändern können. Sein erzählendes Sachbuch „Das, was da ist“ (Ankerwechsel) lädt ein, Bestehendes neu wahrzunehmen. Es verbindet Materialwissen, politische Analyse und ganz konkrete Beispiele aus dem Alltag. Eine Einladung, im Kleinen zu beginnen und Wertschätzung für das Gebrauchte zurückzugewinnen.

Wirtschaftsjournalist und Autor Caspar Dohmen fragt, wie eine sozialökologische Zukunft aussieht, die für alle funktioniert. In „Grün geht nur gerecht. Unterwegs in die sozialökologische Zukunft“ (Wagenbach) macht er deutlich, dass Nachhaltigkeit ohne soziale Gerechtigkeit keine Chance hat. Er zeigt, wo bereits heute neue Wege ausprobiert werden: Bäuer*innen, die Böden aufbauen, Mieter*innen, die dauerhaft sicher wohnen, Unternehmen, die Kreisläufe schließen. Seine Erfahrungen aus Wirtschaftsjournalismus, Recherche und Dokumentarfilm verbinden sich zu klaren, realistischen Vorschlägen für eine umfassende gesellschaftliche Wende.

Filmemacherin Johanna Schellhagen bringt die Perspektive sozialer Bewegungen ein. Seit 25 Jahren begleitet sie Streiks, Kooperativen, selbstorganisierte Betriebe und die Klimabewegung filmisch. Aus dieser Langzeitbeobachtung zieht sie eine zentrale Konsequenz: Dauerhafte Veränderungen entstehen dort, wo Menschen ihre Produktionsweisen und Machtverhältnisse gemeinsam umgestalten. Sie spricht darüber, welche Strategien Bewegungen stärken und wie solidarische Strukturen jenseits kapitalistischer Logik aufgebaut werden können.

Moderation: Jessica Ramczik ist Juristin und Journalistin mit Schwerpunkt in Antisemitismus, Kultur, sozialen Bewegungen und Antifeminismus. Ihre Texte erscheinen bei FAZ, taz, Missy, Musikexpress. Die ist feste freie Mitarbeiterin bei MDR Kultur. Sie lebt in Leipzig. Ihr Romandebüt erscheint im Herbst 2026 bei Rowohlt.

Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Lesereise  (Halle 5, G605)