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Nicht nachlassendes Engagement

Der Kampf gegen rassistische und patriarchale Gewalt

Messegelände
12:20 - 13:05 Uhr Sa. 21. März
Veranstalter: Verlage gegen Rechts , Forum Offene Gesellschaft

Kurzbeschreibung

In einer gewaltvollen Welt wird immer wichtiger, dass progressive Kräfte dem Hass Einhalt gebieten.

Beschreibung

Ob als Anwältin, als Abgeordneter oder Journalist – dem allgegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Rückschritt lässt sich auf verschiedenen Ebenen die Stirn bieten. In ihrem beruflichen Wirken und Engagement haben die Panelist*innen viele schockierende Fälle von misogynem und rassistischem Hass erfahren beziehungsweise aufgedeckt. Die Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, sie publik zu machen und ihnen etwas entgegenzusetzen.
Christina Clemm arbeitet als Strafverteidigerin und Buchautorin tagtäglich daran, dem grassierenden Frauenhass und dessen tödlichen Folgen die Stirn zu bieten, indem sie Opfern eine Stimme gibt und ihnen Gerechtigkeit widerfahren lässt. Karamba Diaby war der erste schwarze, in Afrika geborene Bundestagsabgeordnete und war immer wieder mit Angriffen und Hassäußerungen konfrontiert. Davon lässt er sich keineswegs einschüchtern, vielmehr setzt er sich unter anderem gegen HateSpeech ein. Matthias Meisner hat in zahlreichen Büchern und Artikeln rechte Strukturen in staatlichen Strukturen, in der Gesellschaft und im politischen System beschrieben und analysiert. In seiner letzten Publikation fordert er vor allem den Mut zu politischem Widersetzen. Denn Unmut kann in demokratischen Gesellschaften durchaus fruchtbar sein. Alle Diskutant*innen setzen dem Hass ihr nicht nachlassendes Engagement entgegen und zeigen so Auswege aus der Gewaltspirale.
Zu den Mitwirkenden:
Christina Clemm ist als Fachanwältin für Familien- und Strafrecht in Berlin tätig. Seit mehr als 25 Jahren hat sie Hunderte von Menschen vertreten, die von geschlechtsspezifischer, sexualisierter, rassistischer, LGBTIQ-feindlicher und rechtsextrem motivierter Gewalt betroffen sind. Sie war Mitglied der Expertenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. 2020 veröffentlichte sie ihr erstes Buch AktenEinsicht. Geschichten von Frauen und Gewalt. Ihr Buch Gegen Frauenhass war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024.
Karamba Diaby promovierte in Chemie/Biochemie, engagiert sich unter anderem für internationale Zusammenarbeit und Menschenrechte und ist im Präsidium von Plan International. Er arbeitete im Ausländerbeirat und Stadtrat von Halle an der Saale, für die Heinrich-Böll-Stiftung und als Referent im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt. Von 2013 bis 2025 war er Bundestagsabgeordneter der SPD. Seine Autobiographie Leben für die Demokratie. Mein Weg vom Senegal ins deutsche Parlament erschien erstmalig 2016.
Matthias Meisner war langjähriger politischer Korrespondent beim Berliner Tagesspiegel, zuvor Bonner Korrespondent der Sächsischen Zeitung und dpa-Büroleiter in Dresden. Er veröffentlicht regelmäßig auf dem Campact-Blog. Meisner hat mehrere Bücher geschrieben und herausgegeben, zuletzt mit Heike Kleffner Staatsgewalt – wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern und mit Paul Starzmann Mut zum Unmut. Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit.
Moderation:
Anne-Marlen Engler hat in Marburg und Berlin Rechtswissenschaften studiert und ihr Referendariat in Leipzig mit Wahlstation auf Lesvos absolviert. Ihre Dissertation erschien 2025 unter dem Titel Rechts(t)räume. Territoriale Souveränität, Flüchtlingslager und Transformationen des Rechts und wurde mit dem Konrad-Redeker-Preis ausgezeichnet. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht an der Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer.

Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Offene Gesellschaft  (Halle 5, K500)