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Waffe Buchumschlag - Foto, Cover und Propaganda in den 1930er Jahren (aktualisiert)

Ausstellungseröffnung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek

Stadtgebiet
19:00 - 20:30 Uhr Di. 17. März
Veranstalter: Deutsche Nationalbibliothek

Kurzbeschreibung

Die Ausstellung zeigt, wie sich in 1930er Jahren politische Diskurse auf Covern widerspiegeln

Beschreibung

Was das Schaufenster für den Laden, ist das Cover für das Buch. Ob Bild, Schrift, Farbgestaltung oder Haptik: Der Umschlag macht auf den Inhalt eines Buches neugierig, ohne zu viel zu verraten. Mit der Ausstellung „Waffe Buchumschlag“ widmet sich das Deutsche Buch- und Schriftmuseum mit Blick auf die 1930er Jahre exemplarisch der Frage, wie sich in gesellschaftspolitisch aufgeheizten Zeiten auf den Covern von Büchern politische Diskurse und ideologische Kämpfe widerspiegeln – inwieweit der Buchumschlag zur Waffe wird.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Fotografie: Durch den Hype der illustrierten Presse in den 1920er Jahren wurde das Foto zu einem Massenmedium und hat dadurch maßgeblich zum sogenannten „iconic turn“ der Epoche beigetragen. Seitdem Druckwerke massenhaft und kostengünstig hergestellt werden konnten, bot es sich an, Überzeugungsarbeit mithilfe fotografischer Bilder zu betreiben. Aber erst durch die Einführung des allgemeinen Wahlrechts nach dem Ersten Weltkrieg entwickelten politische Parteien Strategien zum Einsatz von Fotografie als Propagandainstrument.

Die Ausstellung widmet sich Druckwerken dieser Zeit mit Schwerpunkt auf österreichische Publikationen, deren Verlage auch in Deutschland, insbesondere in Leipzig, tätig waren und bisher wenig erforscht sind. Anhand von rund 100 Beispielen präsentiert die Ausstellung exemplarisch die Experimentierfreude bei der Covergestaltung mittels Fotografie und Typografie in den 1930er Jahren. In sechs Kapiteln zeigt die Schau, wie die öffentliche Meinung mit dem Medium Cover beeinflusst wurde. Als „kleines Plakat“ warb es gestalterisch innovativ und emotional um Aufmerksamkeit. Auch typografische Aspekte nimmt die Ausstellung unter die Lupe und bettet die Bild-Schrift-Programme in buchhandelsgeschichtliche und technische Kontexte ein.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Photoinstitut BONARTES in Wien und wurde von Monika Faber, Arne Reimer und Hanna Schneck kuratiert. Nach Stationen in Wien und Salzburg ist sie nun in Leipzig zu sehen.

dnb.de/buchumschlag

Weitere Eintrittsinformationen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr,
Donnerstag 10 – 20 Uhr,
feiertags 10 – 18 Uhr
Eröffnung am Dienstag, 17.03.2026, 19:00 Uhr

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Deutsche Nationalbibliothek

Adresse
Deutscher Platz 1 04103 Leipzig
Kontakt
Website: http://www.dnb.de