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Der Barbar von nebenan

Wie Russland zum Schauermärchen wird

Messegelände
13:15 - 14:00 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: Forum Offene Gesellschaft , PEN Berlin

Kurzbeschreibung

Buchvorstellung und Gespräch mit Viktor Jerofejew

Beschreibung

Was bleibt von der Wahrheit, wenn sich der Macht nichts mehr entgegenstellt? Und wie erzählt man von einem Land, das sich selbst verschlingt? Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew entwirft in seinem neuen Roman „Die neue Barbarei“ ein furioses Panorama der Gegenwart, in dem Politik, Mythos und persönliche Erinnerung ineinanderfließen. In grellen Bildern – Wladimir Putin als hohler, in Öl gebackener Krapfen, die Opposition in der Pose der Märtyrer – zerlegt er Macht, Moral und nationale Selbstlügen. Im Zentrum steht die „Russische Schuld", eine weibliche Allegorie des Landes, die den Erzähler ins surreale „Himmlische Moskau" führt: einem Ort, an dem Josef Stalin auf Rainer Maria Rilke trifft, Marina Zwetajewa auf Angela Merkel, und die Klassiker von Puschkin bis Tolstoi als Zeugen einer endlosen Wiederkehr der Gewalt auftreten. Viktor Jerofejew im Gespräch mit der Literaturagentin Elisabeth Ruge über die neue Barbarei, Selbsttäuschung und die explosive Kraft literarischer Sprache. Das Gespräch findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.

Viktor Jerofejew wurde weltweit bekannt durch seinen 1989 erschienenen und in 27 Sprachen übersetzten Roman „Die Moskauer Schönheit". Er schreibt regelmäßig für die New York Times Book Review, DIE ZEIT, die FAZ und DIE WELT und gilt als kritischer Intellektueller wie auch als einer der bekanntesten russischen Gegenwartsautoren.

Elisabeth Ruge ist Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin. 1994 gründete sie zusammen mit Arnulf Conradi und Veit Heinichen den Berlin Verlag und baute ab 2011 die Berliner Dependance des Carl Hanser Verlages auf, die sie anschließend drei Jahre leitete. Heute betreibt sie ihre eigene Agentur für Buch- und Filmrechte, die 2014 gegründete Elisabeth Ruge Agentur (ERA).

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Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Offene Gesellschaft  (Halle 5, K500)