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Jüdisches Leben unter Druck - [Aktualisierung: Mitwirkende geändert]

Antisemitismus auf deutschen Straßen, in Universitäten und Anschläge auf Synagogen

Messegelände
16:00 - 16:30 Uhr Sa. 21. März
Veranstalter: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Kurzbeschreibung

Vor kurzem ein Festjahr und nun ist alles anders?

Beschreibung

Jüdisches Leben in Deutschland ist lebendig, vielfältig – und zugleich zunehmend bedroht. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie brüchig Sicherheitsgefühle geworden sind. Besonders sichtbar wird dies im erschütternden Anschlag auf die Synagoge in Halle: Am 9. Oktober 2019 versuchte ein schwer bewaffneter Rechtsextremist, gewaltsam in die Synagoge einzudringen, scheiterte an der Tür und tötete anschließend zwei Menschen. Dieser Angriff steht sinnbildlich für eine Entwicklung, die uns als Gesellschaft herausfordert.

Auch an deutschen Hochschulen zeigt sich ein besorgniserregender Trend. Propalästinensische Proteste greifen immer häufiger klassische antisemitische Narrative auf – darauf weist etwa der Antisemitismusbeauftragte der Universität Leipzig hin. Gleichzeitig nimmt die Zahl antisemitischer Vorfälle an Hochschulen deutlich zu: 2023 wurden über 150 Fälle gemeldet, darunter Schmierereien, Anfeindungen und Demonstrationen mit israelfeindlichen Slogans. Auch deutschlandweit werden Universitäten seit Monaten Schauplätze propalästinensischer und teils offen antisemitischer Demonstrationen.

Auf der Straße setzt sich dieses Bild fort: Demonstrationen, auf denen antisemitische Parolen gerufen oder israelbezogene Feindbilder verbreitet werden, sind keine Randerscheinung mehr. Der Diskurs um den Nahostkonflikt wird häufig genutzt, um Juden und Jüdinnen pauschal zu diffamieren – ein Muster, das antisemitische Ideologien seit Jahrzehnten kennzeichnet.

Unsere Diskussion möchte diesen Entwicklungen nachgehen:
• Welche Auswirkungen haben sie auf jüdisches Leben in Deutschland?
• Wie unterscheiden wir legitime Kritik von antisemitischer Stimmungsmache?
• Welche Verantwortung tragen Hochschulen, Politik und Zivilgesellschaft?
• Und was braucht es, damit Jüdinnen und Juden sich in Deutschland sicher fühlen können?

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten über die aktuellen Herausforderungen zu sprechen – offen, sachlich und entschlossen gegen jede Form von Hass.

Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Café Europa  (Halle 4, E401)

Aussteller