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Original Ostblock

Der Staatssozialismus in touristischen Stadtführungen

Messegelände
17:00 - 17:30 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

Kurzbeschreibung

Gespräch zur Inszenierung von Geschichte in "Kommunismustouren" in Warschau, Prag und Bratislava

Beschreibung

Geschichte wird zunehmend als Erlebnis konsumiert. Für den Geschichtstourismus gilt dies in besonderem Maße, denn sein Versprechen lautet, Geschichte am historischen Schauplatz „begehbar“ zu machen. Doch was passiert konkret, wenn lokale oder nationale Vergangenheit an ein auswärtiges, internationales Publikum verkauft wird? Dieser Frage ist die Kulturwissenschaftlerin Sabine Stach anhand eines zentralen touristischen Formats – der Stadtführung – nachgegangen.

Am Beispiel der immer beliebteren »communism tours« hat sie untersucht, wie das Erbe des Kalten Kriegs in Warschau, Prag und Bratislava für Tourist:innen gedeutet und als authentisches Erlebnis inszeniert wird. Indem sie Ansätze der Tourismusforschung mit solchen der Memory Studies kombiniert, macht sie das komplexe Verhältnis zwischen lokalem Wissen, transkulturellen Erinnerungen, touristischen Bedürfnissen und ökonomischen Logiken sichtbar, das die „touristifizierte“ Variante von Geschichte prägt. Die Kommunismustouren, die den Staatssozialismus teils humorvoll, teils kritisch inszenieren, offenbaren damit viel mehr als oberflächliche Unterhaltung: Sie erhellen die Dynamik, mit der Geschichte im Zeitalter des Massentourismus kommuniziert und konsumiert wird.

Das Buch ist im November 2025 in der Reihe „Wert der Vergangenheit“ im Wallstein-Verlag erschienen. Im Gespräch mit Achim Saupe, einem der Reihenherausgeber, gibt die Autorin einen Einblick in ihre Forschungspraxis und zentrale Ergebnisse.

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Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Donau-Bühne  (Halle 4, D300/C301)