Ob wir die heutige Zeit nun als eine Phase des Übergangs oder als eine Phase des Umbruchs betrachten, so ist doch unbestreitbar, dass sich die Realität in einigen wesentlichen Aspekten in einer Weise und mit einer Geschwindigkeit verändert, die wir vor etwas mehr als einem Jahr noch nicht erwartet hätten. Historisch gesehen haben tiefgreifende Veränderungen enorme Auswirkungen auf die Kunst, und es ist nicht ungewöhnlich, dass das künstlerische Schaffen selbst den Wandel beschleunigt. Historisch gesehen kann eine unerwartete Veränderung, wie wir sie derzeit erleben, gegensätzliche Auswirkungen auf das literarische Schaffen haben: Es kann zum Stillstand kommen, damit zumindest der Schriftsteller tief durchatmen kann, oder es kann sich bis zu einem fast schwindelerregenden Tempo beschleunigen. Ob die Veränderungen, die die Welt derzeit durchläuft, unsere Autoren inspirieren oder zurückschrecken lassen, ist der Ausgangspunkt für eine Debatte, die wir für sehr interessant halten und die von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) geführt wird.