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Das Verschwinden des Holocaust

Zum Wandel der Erinnerung

Stadtgebiet
18:00 - 19:30 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur

Kurzbeschreibung

Ein Gespräch über das kollektive Gedächtnis des 20. Jahrhunderts und seine Nachwehen

Beschreibung

Die Erinnerung an den Holocaust schwindet und seine Singularität wird mehr und mehr infrage gestellt. Der Historiker und Politikwissenschaftler Jan Gerber (Leipzig) zeigt in seinem neuesten Buch, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst mit zeitlicher Verzögerung durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Belzec, waren lange kaum jemandem bewusst. Erst ab den siebziger Jahren bewegte sich der Holocaust aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum. Thomas Schmid (Berlin), Journalist und ehemaliger Herausgeber der Tageszeitung >Die Welt<, geht im Gespräch mit dem Autor den Ursachen dieser Entwicklung nach. Was waren die Voraussetzungen jener Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen? Auf der Suche nach Antworten begeben sich beide Gesprächspartner tief in die Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts und verbinden diese mit der Gedächtnisgeschichte des Holocaust. Dabei werden aktuelle Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet.

Weitere Eintrittsinformationen

Eintritt frei

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  • Jan Gerber: Das Verschwinden des Holocaust. Zum Wandel der Erinnerung
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Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Naumanns im Felsenkeller

Adresse
Karl-Heine-Str. 32 04229 Leipzig