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De anima

Messegelände
12:30 - 13:00 Uhr Sa. 21. März
Veranstalter: PASSAGEN VERLAG Ges.m.b.H.

Kurzbeschreibung

Die Seele zwischen Mensch und Tier – was bedeutet es, mit einem Tier zu leben?

Beschreibung

In einem erzählerisch-philosophischen Essay spürt Volkmar Mühleis dem Vertrauten und dem Fremden im Zusammensein mit seiner Katze nach, auch als Antwort auf Jacques Derridas Das Tier, das ich also bin. In Aristoteles’ Schrift De anima wird allen Lebewesen ein Tast- oder Spürsinn zugesprochen – Pflanzen, Tieren, Menschen. Darin zeigt sich die Verwandtschaft alles Kreatürlichen. Mühleis’ Überlegungen wandern von der aristotelischen Metaphysik über die Phänomenologie bis zur Dekonstruktion Derridas. Die philosophische Dimension seines Essays wird mit Schilderungen konkreter Erfahrungen des Zusammenlebens mit seiner Katze kontrastiert. Mühleis’ Schreiben bleibt dabei tastend, poetisch, vielsinnig: Im Vordergrund steht weniger die Sprachwerdung des Animalischen als vielmehr der Entzug sprachlicher Kommunikation überhaupt, zugunsten körperlicher Präsenz und sinnlicher Wahrnehmung. Der Katze nicht auf die Schliche kommen zu können, markiert einen ihrer Grundzüge. Lautlos sitzt sie plötzlich neben einem und schaut sich das menschliche Treiben an, nahbar und distanziert zugleich. In der Trauer um ihren Verlust zeigt sich für Mühleis die kreatürliche
Verbundenheit des Menschen mit dem Tier.

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Wortwelten  (Halle 2, F606)