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Wertschätzung

Der Kampf einer Mutter um das Wohlergehen ihres Kindes

Messegelände
12:30 - 13:00 Uhr Sa. 21. März
Veranstalter: NOEL-Verlag

Kurzbeschreibung

Erfahrungen einer Angehörigen aus dem sozialpsychiatrischen Umfeld

Beschreibung

Jonas*, mein Sohn, erkrankt an einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis.
Das Auf- und Ab seiner Krankheits- bzw. Gesundheitsgeschichte ist eng verflochten mit meiner eigenen Entwicklung und zeigt auf, wie etwas Zerbrechliches zu einem positiven Wendepunkt werden kann.
Als er sich in seine Welt einschließt, beginne ich mich über die Krankheit zu informieren, bringe mich in der Selbsthilfe ein und entdecke eine neue Herausforderung für mich. Ich hole Informationen ein über das soziale und psychiatrische Versorgungssystem und deren finanziellen Hilfen, lese entsprechende Literatur und gewinne Kenntnisse über die gesetzlichen Regelungen. Dann absolviere ich eine Pflegeassistenz-Ausbildung und beginne ehrenamtlich im Netz zu arbeiten.
Ich besuche Seminare, schließe mich verschiedenen Arbeitskreisen an und vertrete in der Anliegen-Vertretung die Belange der Angehörigen. Unter professioneller Begleitung leite ich die Angehörigengruppe und betreue wöchentlich seelisch erkrankte Menschen in einer Einrichtung. Ich beginne mit ihnen Theaterstücke einzustudieren, bringe sie der Lyrik näher und organisiere mit ihnen öffentliche Abende mit Texten und Musik.
Ich führe Seminare aus, in denen ich u. a. über die seelischen Erkrankungen und den Selbstwert diskutiere und über Abgrenzung und Verantwortung spreche. Durch meine Verbindungen zum Theater gestalte ich mehrere Benefizabende für psychisch Kranke mit Lesungen, Zauberei, Musik und abendfüllenden Komödien. Das Ziel ist, die soziale Integration psychisch erkrankter Menschen öffentlich zu fördern.
Meine Erfahrungen geben einen Einblick, wie es einem Menschen im psychiatrischen System als Angehörige unter Professionellen ergehen kann.
Die gleichzeitige Darstellung der Möglichkeiten unseres Gesundheitssystems bei psychischen Erkrankungen betrachte ich dabei mit kritischen, aber auch würdigen Aspekten.
Diese Verschränkung der Ebenen ist ein eindringliches Dokument, wie Menschen an schwierigen Situationen wachsen können und die als ausweglos erscheinenden Lebensumstände dann doch bewältigen.
2002 trete ich in die Psychosoziale Gemeinschaft ein und verlasse sie 2016 mit der Bewusstheit, ihnen ebenbürtig zu sein.
Zitate und Erklärungen aus der medizinischen Fachliteratur geben Einblicke in den psychiatrischen Krankheitsverlauf.
Die Lyrik vermittelt dem Leser das emotionale Wechselspiel des Angehörigen im Umgang mit der Erkrankung.

Weitere Eintrittsinformationen

ab 16 Jahren

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Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Sachbuch: Kontexte  (Halle 5, E604)