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Die noch leben

Messegelände
12:00 - 12:30 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: Kommode Verlag GmbH , Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Kurzbeschreibung

Ein Sohn, ein Vater, 900 Rinder – und eine Entscheidung, die alles verändert.

Beschreibung

Die noch leben spielt im Süden Spaniens, in Cartagena, wo Teo mit seiner Familie lebt. Sein Vater Abel betreibt ein Transportunternehmen für Rindertransporte, eine Tätigkeit, die Teo als überzeugter Veganer zutiefst ablehnt. Zwischen den beiden entstehen immer wieder Konflikte über Tierschutz, Generationenfragen, Rollenbilder und die Frage, wie man in einer Welt voller Widersprüche überhaupt leben soll.
Als Abel einen Grossauftrag erhält, den Transport von 900 Rindern nach Iskenderun im Süden der Türkei zu organisieren, glaubt er an eine einmalige Chance, seine wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Für Teo ist dieser Entscheid kaum erträglich. Doch bevor er wirklich handeln kann, eskaliert die Lage. Aufgrund eines kurzfristigen Einreiseverbots darf das Schiff nicht in Iskenderun anlegen. Der Frachter irrt wochenlang, später monatelang, orientierungslos über das Mittelmeer. Die Tiere leiden, das Geld des Vaters schmilzt dahin und gleichzeitig verschwindet Teos Freundin Isa spurlos.
Während Abel verzweifelt versucht, seine Existenz zu retten, schließen sich Teos Freunde zu einer Aktivistengruppe zusammen, die plant, die Tiere an Bord zu befreien. Teo selbst folgt mit zunehmender Hoffnungslosigkeit den wenigen Spuren, die er zu Isa findet, und gerät dabei in ein Geflecht aus wirtschaftlichen Interessen, politischer Enge und moralischer Zerrissenheit.
Die Geschichte ist frei erfunden, doch sie basiert auf dokumentierten Fällen realer Tiertransporte, die ebenfalls über Wochen oder Monate auf dem Meer feststeckten. Solche Ereignisse sorgen bis heute für Schlagzeilen, zuletzt erneut, als ein Frachter mit Tausenden Rindern vor der türkischen Küste ausharren musste. Vor diesem zeitgemässen Hintergrund erzählt der Roman eine literarische, aber klar in der Realität verankerte Geschichte über Verantwortung, Ohnmacht, Hoffnung und die unüberbrückbaren Gräben zwischen Generationen.
Die noch leben zeigt, wie moralische Vorstellungen kollidieren können und wie schwer es fällt, das Richtige zu tun, wenn persönliche Bindungen, wirtschaftlicher Druck und ethische Überzeugungen aufeinanderprallen. Es ist ein Roman über familiäre Loyalität und individuelle Schuld, über das Ringen um Gerechtigkeit und über die Frage, wie man seinen Weg findet in einer Welt, die ständig neue Zumutungen bereithält.

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Moderation

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Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Gemeinschaftsstand Schweiz  (Halle 5, G401)