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Tanz auf dem Vulkan

Widerständige Punk-Frauen in der DDR

Messegelände
15:30 - 16:00 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Kurzbeschreibung

Punk in der DDR für viele schon Provokation genug. Punk-Frauen jedoch „ein doppelter Tabubruch“.

Beschreibung

"Punk zu sein an sich, war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“ erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im neuen Buch von Geralf Pochop „Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR“.

23 Frauen berichten in Interviews, Tagebüchern und eigenen Texten über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen – und über die bis heute spürbaren Folgen. Nur drei von ihnen wurden rehabilitiert, viele warten noch immer auf Anerkennung des erlittenen Unrechts. Pochop hat seine damaligen Weggefährtinnen ermutigt, sich mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit zu wagen, und macht damit die weibliche Seite der Punkbewegung in der DDR sichtbar.

Wir fragen: Wie reagierte die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen? Gab es eine geschlechtsspezifische Verfolgung? Was waren „Tripperburgen“? Und was erlebten Jugendliche in Gefängnissen und Jugendwerkhöfen der DDR?
Geralf Pochop war selber Punk. Er geriet als Hausbesetzer und Wehrdienstverweigerer in Konflikt mit der DDR-Staatsmacht. Nach mehreren Verhaftungen und sechs Monaten Haft reiste er 1989 in die Bundesrepublik aus. Heute forscht und schreibt er über die DDR-Vergangenheit, zuletzt in seinem autobiografischen Buch Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression (2019).

Weitere Eintrittsinformationen

ab 16 Jahren

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Sachbuch: Kontexte  (Halle 5, E604)