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Nereiden reden nicht

Messegelände
13:30 - 14:00 Uhr Do. 19. März
Veranstalter: kul-ja! publishing

Kurzbeschreibung

Die Gedichte verbinden Mythos und Zeitgeschehen, Kyklopen mit der NASA und den Kaulquappengalaxien.

Beschreibung

Mit ihren Nereiden, die natürlich nicht nur daherreden, sondern den Menschen in seinem Tun als ewige Augenzeuginnen aus dem Wasser heraus, aus der Tiefsee selbst mit der Vergangenheit und Zukunft des Menschengeschlechts in der Gegenwart konfrontieren, ist Julia Kulewatz eine lyrische Ausnahmeerscheinung gelungen. Geschickt verbindet sie antiken Mythos mit aktuellem Zeitgeschehen, Klagelied mit Sternenkunde, Kyklopen mit der NASA, Kalypso mit Nihilismus und daraus entstehenden Kaulquappengalaxien. In drei großen Gesängen lässt sie dreiunddreißig Wellen, die »wellenweise singende Schwesternschar der Salzfluten«, (manchmal lautmalerisch) zu Wort kommen und zu selbigem stehen. Dabei findet das Gedicht zurück zu seinem Ursprung als Gesang. So sind die Gesichter der Meerestöchter so verschieden voneinander wie die Geschichten, die sie in sich, aus sich heraus in die Menschenwelt tragen. Endgültig und unwiderruflich nehmen die Nereustöchter Gestalt an, ob in Tsunamis oder als kryptisches, unauslöschliches Sternbild der Weissagung, als Warnung für jene, die die Wahrheit singen, von überirdischen Kräften an den Nachthimmel gebannt.

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Lesereise  (Halle 5, G605)