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Upgrade Demokratie: Zuhören, Teilhaben, Aushandeln

Wir lernen das wir

Messegelände
14:00 - 14:30 Uhr Sa. 21. März
Veranstalter: Friedrich Verlag GmbH

Kurzbeschreibung

Welche demokratischen Kompetenzen brauchen junge Menschen und wie können diese umgesetzt werden?

Beschreibung

Warum reden wir so viel über Demokratie – und erleben sie im Alltag doch so wenig? Warum fühlen sich viele junge Menschen übergangen, ohnmächtig oder schlicht nicht gehört? Und warum fällt es uns als Gesellschaft zunehmend schwer zu streiten, zuzuhören und gemeinsam Lösungen auszuhandeln?

Schule ist einer der Orte, an denen sich diese Fragen täglich bündeln. Hier treffen gesellschaftliche Krisen unmittelbar aufeinander: Polarisierung, Zukunftsängste, Vertrauensverluste, Sprachlosigkeit. Lehrkräfte stehen oft an vorderster Front dieser Entwicklungen. Die Bildungsforscherin Prof. Dr. Anja Besand bringt dies deutlich auf den Punkt:

„Lehrkräfte sind Early Responders. Die sind immer an der ‚Unfallstelle‘ der gesellschaftlichen Krisen – und zwar sofort. Darauf bereiten wir sie viel zu wenig vor.“

Doch Schule kann mehr sein als nur ein Spiegel unserer Probleme. Sie kann zum Versuchsraum einer demokratischen Kultur werden – zu einem Ort, an dem junge Menschen lernen, dass ihre Stimme zählt, Unterschiede ausgehalten werden dürfen und Konflikte verhandelbar sind.

Der Vortrag basiert auf dem Buch „Demokratie lernen“, eine Neuerscheinung aus dem Friedrich Verlag, und lädt dazu ein, Demokratie nicht als politische Theorie, sondern als alltägliche Praxis neu zu denken:

Zuhören – als echte Beziehungskompetenz.
Teilhaben – als Erfahrung von Wirksamkeit statt Ohnmacht.
Aushandeln – als Mut, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und produktiv zu nutzen.

Dabei wird deutlich: Demokratie beginnt nicht erst bei Wahlen oder Podiumsdiskussionen, sondern in Klassenzimmern, Gesprächen, Teamsitzungen und Schulprojekten. Zukunftskompetenzen wie kritisches Denken, Kommunikation, Kollaboration und Kreativität – die sogenannten 4K – entfalten erst dann ihre Kraft, wenn sie mit demokratischer Haltung verbunden werden.

Der Vortrag wirft zentrale Fragen auf:

• Wie lernen Kinder und Jugendliche, dass ihre Meinungen Bedeutung haben?
• Was brauchen Schulen, um Partizipation wirklich erfahrbar zu machen?
• Wie können wir junge Menschen stärken, um die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft anzugehen?
• Und wie entwickeln wir als Gesellschaft wieder mehr Mut zum respektvollen Dissens?

Anhand ausgewählter Praxisimpulse aus Schulen wird gezeigt, wie demokratische Lernräume entstehen können – ohne pädagogischen Übereifer, aber mit konkreten, erprobten Schritten. Im Mittelpunkt steht dabei stets der Blick auf das große Ganze: Bildung als Fundament einer lebendigen Demokratie.

Der Vortrag richtet sich nicht nur an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, sondern an alle, die Zukunft gestalten wollen – Engagierte, Bildungsinteressierte und gesellschaftliche Mitdenker:innen. Denn: Demokratie beginnt dort, wo wir lernen, einander wirklich zuzuhören.

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Trendforum Bildung  (Halle 2, A301)