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ZwischenHeimaten

Die neuen Stimmen der Deutschen aus Osteuropa und Mittelasien

Messegelände
11:30 - 12:00 Uhr So. 22. März
Veranstalter: Literaturkreis der Deutschen aus Russland e. V.

Kurzbeschreibung

Junge Autorinnen und Autoren der Literaturvereinigung LITO stellen ihre Neuerscheinungen vor

Beschreibung

Das Format "ZwischenHeimaten" möchte vor allem jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit bieten, ihre Neuerscheinungen aus der Sparte der sogenannten „russlanddeutschen“ Literatur vorzustellen und darüber mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Unter dem Begriff „Russlanddeutsche Literatur“ versteht man heutzutage für gewöhnlich die Literatur von deutschen Autorinnen und Autoren, die aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion stammen, entweder dort geboren oder aufgrund der eigenen Familiengeschichte (durch Eltern, Großeltern etc.) in ihrem Schaffen eine gewisse Vorliebe für Geschichte und Kultur der Deutschen aus ebendiesen Ländern hegen.

Elli Unruh erzählt in ihrem Roman „Fische im Trüben“ die Geschichte einer deutsch-mennonitischen Familie, die bis Ende der 1980er-Jahre im Süden Kasachstans lebte. Sie taucht ein in die Zeit ihrer Vorfahren, Großeltern und Eltern. Einprägsam und lebendig schildert sie das Leben von Menschen, die durch den Lauf der Geschichte und ständig wechselnde Lebensumstände und -orte nicht mehr aus noch ein wissen, aber in Traditionen, Religion und eigener Sprache Halt finden. Geschrieben in einer einfachen, poetischen Sprache, die angereichert wird durch das Deutsch, das die Mennoniten aus Westpreußen nach Russland mitgebracht hatten – das Plautdietsch, das bis heute gesprochen wird. Das alles vor dem Hintergrund einer unbekannten, wunderschönen, fruchtbaren Landschaft mit riesigen Apfelplantagen, wilden Flüssen und weiten Steppen. Jörg Plath rezensierte m Deutschlandfunk dieses Buch und sagte darüber u. a. Folgendes: „… als ob sie nie etwas anderes getan hätte. […] Der Roman ist voller Konkreta und atmosphärisch dicht. Weil Unruh den Figuren meist nah ist und der Tonfall dem Mündlichen angenähert, entsteht der Eindruck großer Unmittelbarkeit. Er verdankt sich auch einer ungewöhnlichen Sprache mit altertümlichem Deutsch, dem Plautdietsch. Ein erstaunliches, ganz und gar ungewöhnliches Buch.“

Die im Max Schatz´ Buch „Sonnen und Kometen“ versammelten Erzählungen und Kurzgeschichten geben Einblicke sowohl in das moderne Leben von Menschen mit russlanddeutschem Hintergrund als auch in die tragische Vergangenheit der Deutschen aus den Ländern der ehemaligen UdSSR. Vor allem sind es aber Geschichten über Gewinner und Verlierer, ob in Liebesbeziehungen oder in der Arbeitswelt, ebenso voller Romantik wie Melancholie, aber auch Satire.

Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Globale Perspektiven  (Halle 4, E303)