22.03.2026 Leipziger Buchmesse

Wo Geschichten Hunderttausende verbinden: Leipziger Buchmesse feiert Rekordzuspruch

Immer mehr Menschen lassen sich auf der Leipziger Buchmesse, der Manga Comic Con und Europas größtem Lesefestival Leipzig liest inspirieren. Das zeigen auf eindrucksvolle Weise die 313.000 Besucher:innen (2025: 296.000), die vom 19. bis 22. März auf die Messe kamen und bei über 3.000 Veranstaltungen an über 300 Leseorten in Leipzig Literatur in all ihren Spielarten gefeiert haben. 2.044 Aussteller:innen aus 54 Ländern beteiligten sich, um die Buchmesse als Präsentationsplattform für ihre Frühjahrs-Neuerscheinungen zu nutzen und ihre Autor:innen dem Lesepublikum vorzustellen.

Die Begeisterung für gute Geschichten und die Neuerscheinungen der Saison bringt Leser:innen aller Genres an dem Ort zusammen, der jedes Frühjahr zum Zentrum der Literatur in Deutschland wird: die Leipziger Buchmesse und Leipzig liest, Europas größtes Lesefestival. „Ob Belletristik oder Sachbücher, gezeichnete oder gesprochene Bücher – dass die Leipziger Buchmesse mit ihrem Angebot noch mehr Menschen als je zuvor anzieht, macht uns wirklich stolz. Sie ist ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die Bücher lieben“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

„Auch 2026 hat sich die Leipziger Buchmesse als Ort der Debatten bewiesen, sei es zu literarischen wie gesellschafts- und kulturpolitischen Themen. Unser Angebot spiegelt diese Vielfalt auf einzigartige Weise wider und übt als Publikumsmagnet mehr Anziehungskraft als je zuvor aus. Gleichzeitig wertschätzen die Verlage die Leipziger Buchmesse und Leipzig liest, Europas größtes Lesefestival, als zentrale Vermarktungsplattform, auf der sie ihre Bücher und Autor:innen hunderttausenden interessierten Leser:innen gleichzeitig vorstellen können“, so Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse.

Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Die Leipziger Buchmesse hat einmal mehr ihre besondere Kraft entfaltet: Mit großer Leidenschaft hat die Branche die Vielfalt der Stimmen und Inhalte sichtbar gemacht und ist gleichzeitig solidarisch und mutig für ihre grundlegenden Werte eingetreten. Sie hat auch klar gemacht, dass sie nur dann weiter ein starkes Rückgrat für die Demokratie sein kann, wenn die Politik verlässliche Rahmenbedingungen schafft – wie faire Regeln für KI, Alternativen zur Dominanz großer Plattformen oder die Förderung von Medien- und Lesekompetenz.”

22. Preis der Leipziger Buchmesse geht an Katerina Poladjan, Marie-Janine Calic und Manfred Gmeiner
Die Jury des 22. Preises der Leipziger Buchmesse erntete großen Zuspruch für ihre Auswahl der Gewinnertitel aus den 485 Einreichungen der 177 Verlage. In der Kategorie Belletristik wurde Katerina Poladjan für ihren Roman „Goldstrand“ (S. Fischer) gefeiert, den Sachbuch/Essayistik-Preis erhielt Marie-Janine Calic für „Balkan-Odyssee, 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa“ (C.H. Beck). Für die Übersetzung von „Unten leben“ aus dem Spanischen von Gustavo Faverón Patriau wurde Manfred Gmeiner geehrt.

Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung
Dieses Jahr wurde der kroatisch-bosnische Schriftsteller Miljenko Jergović für „Das verrückte Herz. Sarajevo Marlboro Remastered“ (Ü: Brigitte Döbert, Suhrkamp) mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Die Laudatio hielt die serbisch-österreichische Schriftstellerin Barbi Marković. Im Rahmen der Eröffnung im Gewandhaus zu Leipzig sprachen zuvor Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Sebastian Guggolz, der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sowie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Ihre Redebeiträge zeigten auf eindrucksvolle Weise, dass die Leipziger Buchmesse genau der richtige Ort ist, um wichtige kulturpolitische Debatten zu führen und gegensätzlichen Standpunkten Raum zu geben.

„Donau – Unter Strom und zwischen Welten“, das Fokusthema
Mit über 50 Autor:innen und 87 Veranstaltungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, davon 33 auf der Donau-Bühne, hat die Leipziger Buchmesse 2026 die Literatur des Donauraums ins Scheinwerferlicht gerückt. Was literarisch, historisch und gesellschaftspolitisch links und rechts von der Donau geschieht und ihre Ambivalenz, verbindendes und trennendes Element gleichzeitig zu sein, wurde für die Besucher:innen bei den Lesungen, Gesprächen und Präsentationen eindrücklich erlebbar.

Die Stars von morgen: Debüt-Autor:innen auf der Leipziger Buchmesse
Sie haben geschafft, wovon viele träumen: Verlage haben ihr erstes Werk veröffentlicht. Ein weiterer Traum ging nun in Leipzig für sie in Erfüllung: Bei zahlreichen Veranstaltungen konnten die Debüt-Autor:innen diese Woche vor tausenden Menschen zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt – und das Publikum war begeistert.

Leipzig liest − das größte europäische Literaturfestival
Das diesjährige Motto „Wo Geschichten uns verbinden“ wurde für die Teilnehmenden von Europas größtem Lesefestival Leipzig liest an den unterschiedlichsten Orten erlebbar. In Kirchen, Galerien, Museen und Buchhandlungen, aber auch in Kneipen, Augenarztpraxen, Apotheken, auf dem Südfriedhof, im Landgericht oder im Leipziger Zoo sowie an vielen weiteren Plätzen in der Stadt wurde Literatur in all ihren Spielarten gelesen, genossen und gefeiert.

Wo gezeichnete Geschichten zuhause sind: die Manga Comic Con
Erneut hat die Manga Comic Con als wahrscheinlich bunteste Messe Deutschlands gezeigt, wie viel Energie, Kreativität und Fantreue in der Community steckt. Unzählige Cosplayer:innen schmückten mit ihren aufwendigen Kostümen und Accessoires die Hallen und wetteiferten bei Cosplay-Wettbewerben um die begehrten Auszeichnungen. Erstmalig wurde in diesem Jahr der Tancho Award als neuer Preis für deutschsprachige Mangaka verliehen.

Neue Angebote für Kinder, neue Kooperationen und weiter gewachsene Formate
Als eine der wichtigsten Bildungsmessen Deutschlands hat die Leipziger Buchmesse mit ihrem Fachprogramm Fokus Bildung auch dieses Jahr Pädagog:innen aus dem ganzen Land zum Netzwerken und Weiterbilden angezogen. Viele Schulklassen und Familien nutzten die Angebote für junge Leser:innen, und im neuen Experimentierraums piks nahmen zahlreiche Kinder begeistert an den Workshops und anderen Formaten teil, die Sachbuchthemen spielerisch erlebbar machten.
In der weiter gewachsenen Audiowelt trafen sich Fans von Hörbüchern, Hörspielen, Podcasts und Streamingangeboten und ließen sich von Bestsellerautor:innen wie Daniel Speck, Dora Heldt oder D.C. Odesza unterhalten, genossen Live-Podcastsendungen und testeten neue Hörbücher in der Audiolounge.
Unter dem Motto „Geschichten aus der Zukunft“ teilten im Forum Mensch und KI Expert:innen, Autor:innen, Künstler:innen, Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Politiker:innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen rund um Künstliche Intelligenz mit dem Publikum in vielen interaktiven Formaten.
Frisch aus der Taufe gehoben wurde das kuratierte Branchenformat „NEW VOICES“. Die Mitteldeutsche Medienförderung und die Leipziger Buchmesse setzen sich mit dieser Initiative für eine engere und frühere Verzahnung zwischen Buch und Film, Debüt- bzw. Jung-Autor:innen und Produzent:innen ein.

Die nächste Leipziger Buchmesse findet vom 18. bis 21. März 2027 statt.

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Felix Wisotzki
Portraitfotografie Felix Wisotzki
Pressesprecher
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