Das Forum » Die Unabhängigen « auf der Leipziger Buchmesse 2026
vom 19. bis 22. März 2026 ist das Forum » Die Unabhängigen « zum neunten Mal auf der Leipziger Buchmesse zu finden. An vier Messetagen werden bei rund 45 Veranstaltungen zahlreiche Autor:innen, Herausgeber:innen, Übersetzer:innen und Verleger:innen vor Ort sein. Im Zeitraum von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr (am Sonntag bis 16.30 Uhr) finden halbstündige Lesungen zu Neuerscheinungen sowie die Verleihung des Kurt Wolff Preises statt. Mit zahlreichen Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Podiumsgästen aus ganz Europa wird der Blick in diesem Jahr erneut darauf gerichtet, was uns als Gesellschaft bewegt und welche ästhetischen Maßstäbe Literatur setzt. Organisiert wird das von Carolin Callies kuratierte Projekt von der Kurt Wolff Stiftung und der Leipziger Buchmesse. Das Programm findet live in Halle 5 / H313 statt und wird zudem via Livestream online zu verfolgen sein.
Die Bar am Forum bietet neben erfrischenden Getränken den besten Espresso der Buchmesseausgeschenkt von Verlegerinnen und Verlegern unabhängiger Verlage.
Darüberhinaus geht es am Buchmesse Samstag ( März) mit » Die Unabhängigen. Spätausgabe « für einen Abend runter vom Messegelände in den Westflügel Leipzig. Dort lesen ab 19.30 Uhr achtzehn Autor:innen auf zwei Bühnen aus ihren Romanen, Lyrikbänden und Sachbüchern
Die Unabhängigen auf dem Messegelände
Das Programm rund um d ie Neuerscheinungen bildet auch in diesem Jahr wieder die literarische Vielfalt und die hohe Qualität der unabhängigen Verlage ab. Etablierte Stimmen treffen auf neue literarische Talente, internationale auf deutschsprachige Perspektiven.
Hochkarätige Literatur hören wir mit den Romanen von Ruth Herzberg, Verena Stauffer, Leander Steinkopf oder Julia Weber; Prosadebüts wie die von Clemens Brodeßer (»Corky«) und Jessica Mawuena Lawson (»Kekeli«) dürfen ebenfalls nicht fehlen.
Erneut sind internationale Autor:innen auf dem Forum zu Gast: Mit Emanuela Anechoum (Italien), Gaëlle Bélem (Frankreich), Simon Chevrier (Frankreich), Dario Ferrari (Italien), Julia Fiedorczuk (Polen), Unė Kaunaitė (Litauen), Marek Torčík (Tschechien) und Suzana Tratnik (Slowenien) sind herausragende Stimmen weiterer Sprachräume vertreten – vorgestellt mit oder von ihren Übersetzer:innen. Das Fokusthema der Messe unter dem Motto »Donau – Unter Strom und zwischen Welten« findet mit der literaturgeschichtlichen Publikation »Aufbruch ins Innere Europas. Von Hermann Hesse bis Peter Handke« von Werner Anzenberger seinen Aufschlag.
Mehrere Neuerscheinungen widmen sich dieses Mal dem Thema des Erinnerns an eine zurückgelassene Heimat: Der gebürtige Ukrainer Yuriy Gurzhy, der in Berlin lebt, erzählt in »Ein Aquarium voller Schlüssel« von Charkiw und den Fotos seines Vaters. Die georgische Lyrikerin Bela Chekurishvili vermisst mit »Margo ist fort« den Abstand zwischen der verlassenen Heimat und dem Leben im selbstgewählten Exil – ebenso wie die kurdische Lyrikerin Yildiz Çakar in »Dunkles Siegel«. Die in Bagdad geborene Mona Yahia erzählt mit »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie.
Am Samstag, dem 21. März, wird der Welttag der Poesie mit der besonderen Veranstaltung »Lyrikpanorama« gefeiert - eine ganze Stunde mit vier Neuerscheinungen: Die Herausgeber:innen Tamer Düzyol & Alina Plohmann bringen ihre Anthologie »Bad Times Poetry. Schluss mit schönen Worten« mit, Anke Bastrop (»Verborgene Landschaften«), Hannah K Bründl (»schilfern«) und Nasima Sophia Razizadeh (»Entschwebung«) sind mit ihren druckfrischen Lyrikbänden dabei.
Das Forum widmet sich seit jeher wichtigen gesellschaftlichen Debatten. Der Historiker Alexander Querengässer unternimmt mit »Gewalt. Eine Kulturgeschichte des Krieges« einen Erklärungsversuch, warum gewaltsame Konflikte der Menschheit eingeschrieben zu sein scheinen; Robert Schuberth bespricht in »Vom Antisemitismus, der keiner sein will« die Linie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung, während der Band des Soziologen und Ökonoms Friedrich Pollock (1894-1970) mit »Schriften zu Nationalsozialismus und Antisemitismus« eine historische Perspektive bietet. Am Messedonnerstag, 19. März 2026, um 11 Uhr, wird, eingeladen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, zum Thema »Zwischen Algorithmus und Aufklärung: Unabhängige Verlage und die Zukunft der Demokratie in Zeiten von KI und Desinformation« diskutiert.
Auch die Popkultur finden ihren Platz: Wolfgang Wissler untersucht in »Based on a true Story« Filme nach ihren wahren Begebenheiten, die Musikerin und Autorin Ariana Zustra feiert in »Don't Stop the Music« unsterbliche Popstars und Rüdiger Dannemann widmet sich Bob Dylans Songphilosophie. Der Schauspieler und Regisseur Pierre Sanoussi-Bliss stellt seine Autobiografie »Den Rest hab ich verdrängt« vor, und der Hörfunkjournalist Philipp Cavert präsentiert die Biografie von Harry Meyen, dem Schauspieler und Ehemann von Romy Schneider.
Wichtige Anziehungspunkte sind zudem die Verleihung des Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik, (19. März, 14 Uhr), der »Buchhandelstreff« unser Empfang für Buchhändlerinnen und Buchhändler (20. März, ab 17 Uhr) sowie, traditioneller Höhepunkt am Messe-Freitag um 13.00 Uhr, die Verleihung des Kurt-Wolff-Preises, der in diesem Jahr an die Edition Tiamat (Hauptpreis) und an Starfruit Publications (Förderpreis) geht.
Die Unabhängigen. Spätausgabe
Zum sechsten Mal zieht das Forum » Die Unabhängigen « in die Stadt zur » Spätausgabe « Im Westflügel Leipzig beginnt die Veranstaltung mit achtzehn Autor:innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich am Messesamstag, dem 21. März 2026, um 19.30 Uhr.
Auf zwei Bühnen lesen die Autor:innen in thematisch kuratierten Blöcken. Mit dabei sind: Wilhelm Bartsch, Xaver Bayer, Dirk Bernemann, Alisha Gamisch, Bernard Hoffmeister, Bianca Jankovska, LJ Jeschke, Ricarda Junge, Ulli Lust, Domenico Müllensiefen, Lisa-Viktoria Niederberger, Hendrik Otremba, Annette Ramelsberger, Ulrike Almut Sandig, Sophie Sumburane, Kinga Toth, Cornelia Travnicek, Eva Christina Zeller. Die Spätausgabe moderieren Sabine Franke, Linn Penelope Rieger und Jörg Schieke.
Das komplette Programm im Forum Die Unabhängigen: kurt-wolff-stiftung.de/dua-2026/#programm
Das Programm der Spätausgabe: kurt-wolff-stiftung.de/dua-spaetausgabe-2026/
Tickets für die Spätausgabe: westfluegel.de/veranstaltung/die unabhaengigen spaetausgabe/
Live-Streams:Streams: youtube. com/@kurtwolffstiftung6170/streams