24.03.2026 Leipziger Buchmesse

„Wo Geschichten uns verbinden“: Leipzig liest ließ die Stadt vibrieren

Das größte Lesefestival Europas Leipzig liest hat vom 19. bis 22. März seinem Namen wieder alle Ehre gemacht. Die ganze Stadt feierte vier Tage lang das Lesen bei mehr als 3.000 Veranstaltungen auf der Buchmesse und in der Stadt und zeigte aufs Neue, mit welcher Kraft Literatur Menschen zusammenbringt.

Zur Lesung ins Museum oder in den Zoo, zum Konzert in den Kupfersaal oder die Thomaskirche, zur Diskussion ins naTo in der Südvorstadt oder in eine Galerie? Oder doch zu einem der Workshops? Für das Leipzig liest Publikum waren auch in diesem Jahr die Auswahlmöglichkeiten schier unerschöpflich. So kamen die Zuhörer:innen zum Beispiel beim KrimiClub im Landgericht sowohl am Donnerstag als auch am Freitag auf ihre Kosten. Veranstaltet wurden die beiden spannenden Abende von „Das Blaue Sofa“ in Kooperation mit dem Verein „Kunst & Justiz“. Am 19.03. fesselten Anne Stern, Daniel Faßbender, Anja Jonuleit und Alexander Rupflin die Besucher:innen mit Einblicken in ihre neuen Bücher. Den nächsten Abend bestritten Dora Heldt, Marc Elsberg, Ann-Christin Kumm und Maximilian Cress Ferreira. Neben der Vorstellung ihrer Neuerscheinungen gaben die Autor:innen auch persönliche Einblicke in ihr Schreiben und bewiesen, wie vielfältig das Genre ist. Moderiert wurden die Veranstaltungen von Anouk Schollähn.

Fans der nordeuropäischen Literatur haben traditionell die Nordische Lesenacht im WERK 2 als festen Termin im Kalender. Auch dieses Jahr haben die zehn anwesenden Autor:innen mit den vielfältigsten Themen und Stilen den Bogen wieder weitgespannt. Ihre neuen Bücher erzählen von Wikinger:innen, werdenden Müttern und unwilligen Großmüttern, von der Liebe in und zwischen Kriegen, von Trauer und Erinnerungen, Künstlerromanen und Familiengeschichten, Herkunft, Zugehörigkeit und dem Leben zwischen Schweigen und Sprache.

Ebenfalls Tradition hat die Balkannacht im UT Connewitz. Auf der vom Literatur- und Übersetzungsnetzwerk TRADUKI organisierten Lesung mit Musik und anschließender Party wurde die Bandbreite der südosteuropäischen Literatur erneut so richtig gefeiert. Autor:innen wie Maja Iskra, Jehona Kicaj, Kristian Novak, Robert Şerban und András Visky zogen die Teilnehmenden mit ihren Geschichten in ihren Bann. Im Anschluss sorgte die slowenische Rapperin Masayah mit ihrer energiegeladenen Bühnenpräsenz für beste Unterhaltung.

Die bot auch die Spätausgabe des Forums Die Unabhängigen. Bereits zum sechsten Mal lud die Kurt Wolff Stiftung zum abendlichen Lesemarathon ein. Im Westflügel-Saal und in der Kulturbar „froelich & herrlich“ präsentierten 18 Autor:innen auf zwei Bühnen in thematisch kuratierten Blöcken ihre Neuerscheinungen, moderiert von Sabine Franke, Linn Penelope Rieger und Jörg Schieke. Viele Veranstaltungsteilnehmer:innen nutzten die Chance, in den Pausen zwischen Bühne 1 und 2 zu wechseln, um möglichst viel von dem gebotenen Programm miterleben zu können.

Auch die Veranstaltungen, die im Rahmen von LIT.LOVE in der Hugendubel Messebuchhandlung und in der media city Leipzig stattfanden, sorgten bei den Romance-, New-Adult-, Young-Adult- und Romantasy-Fans für große Begeisterung. Die in Kooperation mit Hugendubel und der Penguin Random House Verlagsgruppe organisierten Talks und die Stories on Stage Lesung brachten Autor:innen und Fans zusammen. Viele nutzten die Chance, von den Profis zu erfahren wie sie Schauplätze für ihre Geschichten auswählen, wie sie spezielle Atmosphären kreieren und wie aus echten Erlebnissen Romane werden und wie man sie in den Seiten eines Buches greifbar macht.

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