11.03.2026 Leipziger Buchmesse

Literatur ohne Grenzen: internationale Highlights auf der LBM26

Weit über das Donau-Fokusthema hinaus zeigt die Leipziger Buchmesse auch in diesem Jahr wieder ihre globale Reichweite. Vom 19. bis 22. März kommen Aussteller:innen aus 54 Ländern nach Leipzig − und damit mehr als je zuvor. Erstmalig vertreten sind der Kongo und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die LBM und Leipzig liest, Europas größtes Lesefestival, öffnen Türen in den deutschsprachigen Buchmarkt und beweisen einmal mehr, dass Literatur auch über Grenzen hinweg verbindet. Insbesondere in Messe-Halle 4 werden zahlreiche internationale Autor:innen, Übersetzer:innen und Verleger:innen zu Gast sein, um dem Publikum ihre neuen Werke vorzustellen. Den feierlichen Auftakt macht am 19. März die Eröffnung des Café Europa: Miljenko Jergović, Träger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2026, spricht dort mit Laudatorin Barbi Marković über sein Werk – ein erster Höhepunkt in einem Programm voller internationaler literarischer Entdeckungen.

Mit der Demokratischen Republik Kongo und den Vereinigten Arabischen Emiraten – vertreten durch das Emirat Sharjah – betreten zwei neue literarische Welten die Leipziger Messebühne. Chile kehrt nach längerer Pause auf die Messe zurück, unter anderem vertreten durch den preisgekrönten Autor Carlos Franz, eine wichtige Stimme der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur.

Am Messestand Norwegen in Halle 4 sowie im Rahmen der norwegischen Literaturnacht am 20. März bringen Autor:innen wie Trude Teige, Kathrine Nedrejord, Frode Grytten, Brit Bildøen und weitere spannende Neuerscheinungen mit. Tschechien, das sich 2019 als Gastland auf der Leipziger Buchmesse präsentierte und im Herbst 2026 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein wird, zeigt sich bereits in Leipzig mit einem vielfältigen Programm. Portugal bringt erneut Starautorin Lídia Jorge nach Leipzig, die der Frage nachgeht, ob radikale Veränderungen literarisches Schaffen inspirieren oder hemmen. Auch Irland präsentiert herausragende zeitgenössische Stimmen des Landes: Neben Christine Dwyer Hickey, Grand Dame der irischen Literatur, sind Tadhg Mac Dhonnagáin, einer der bedeutendsten Vertreter der irischsprachigen Literatur sowie der gefeierte Indie-Autor Rónán Hession und der von der Kritik gelobte Debütautor Oisín McKenna zu Gast.

Aus Schweden kommen die bekannten Krimi-Autoren Arne Dahl und Jonas Moström und stellen ihr gemeinsames Werk „Doppelspiel“ (Lübbe, 30.03.26) vor. Vor Ort sein wird ebenfalls Georgi Gospodinov, der bulgarische Autor und Gewinner des International Booker Prize 2023. Prominent wird es auch, wenn Jean Asselborn, ehemaliger luxemburgischer Außenminister, das kurzweilige Portrait vorstellt, das der Journalist Michael Merten gemeinsam mit ihm und über ihn verfasst hat.

Ein besonderes Highlight ist die Teilnahme der ARI Literature Foundation, der armenischen Literaturstiftung, die dank der großzügigen Unterstützung der in Leipzig ansässigen Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur zustande kommt. Der Messeauftritt fügt sich in das Kulturjahr Jerewan-Leipzig ein und gibt armenischer Literatur und Kultur eine Bühne. Das Programm widmet sich postkolonialen Erfahrungen, kollektivem Trauma und der Rolle von Übersetzungen für unterrepräsentierte Literatur.

Das vollständige internationale Programm finden Sie online.

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