24.03.2026 Leipziger Buchmesse

Eine Bühne für die Stimmen: Die Audiowelt zog Besucher:innen in ihren Bann

Nach ihrer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr hat die Audiowelt ihren festen Platz auf der Leipziger Buchmesse gefunden. Vor der Audiobühne in Halle 2 herrschte Hochbetrieb. Die begeisterten Messebesucher:innen lauschten der Vielfalt aktueller Audioproduktionen und konnten ihre Lieblingssprecher:innen und Autor:innen live erleben.

Das eine ist, ein Buch zu schreiben, das andere, es zum Leben zu erwecken – mit Stimme, Atem, Timing. Ein besonders eindrücklicher Moment war deshalb die Vorstellung von „Der Ritter und der Knappe: Die Elftausend Jungfrauen“ (Audible), dem Auftakt der Mittelalter-Trilogie von Bernhard Hennen und Sam Feuerbach. Sprecher Robert Frank zog das Publikum mit seiner Stimmenvielfalt regelrecht in den Sog der Geschichte – Reliquienhandel im mittelalterlichen Köln, spannend erzählt wie ein Hörspiel, schauspielerisch ausdrucksstark wie im Theater. Wer einmal stehen blieb, blieb länger als geplant.

Eine andere, nicht weniger spannende Geschichte erzählt Maxim Leos neuer Roman „Einatmen, ausatmen“ (Argon): eine fachlich brillante, menschlich schwierige Konzernchefin beim Coaching in einem Brandenburger Schloss, ein Seelenflüsterer mit Panikattacken und eine Begegnung, die alles verändert. Beim Gespräch auf der Audiobühne zwischen Autor Leo und Sprecherin Vera Teltz merkte man, wie viel eine Stimme einer Geschichte hinzufügen kann.

Dass Vera Teltz weiß, wie das geht, zeigte sich nur wenig später: Bei den erstmals live verliehenen BookBeat Awards 2026 wurde sie als Sprecher:in des Jahres für „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ (Hörbuch Hamburg) von Susanne Abel ausgezeichnet, das zugleich als Hörbuch des Jahres geehrt wurde. Als die schwarzen Trophäen überreicht wurden, brandete im Publikum Jubel auf – ein Moment, der zeigte, wie erwachsen das Hörbuch als Kunstform geworden ist. Und beim Fabely-Hörbuchquiz stellte die Community ihr Wissen zu Young & New Adult unter Beweis und feierte das lautstark. In wenigen Sekunden Hörprobe den Titel erkennen? Kein Problem!

Für Leichtigkeit und Wärme sorgte Frank Goosen mit dem Hörbuch zu seinem neuen Roman „Lovely Rita“ (tacheles!): drei Schicksale, ein Tresen, hundert Geschichten, präsentiert mit dem Augenzwinkern, für das Goosen bekannt ist. Und Sprecherin Rebecca Veil gab Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Wie wählt sie Stoffe aus? Wie taucht sie immer wieder neu in fremde Welten ein? Das Publikum nutzte die Gelegenheit für Fragen – und ging mit Stoff zum Nachdenken und Nachhören nach Hause.

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