Weimarer Dreieck - GASTLAND DER LEIPZIGER BUCHMESSE 2027

Beziehungsweise Europa: Polen, Frankreich und Deutschland auf der Leipziger Buchmesse 2027

2027 wird die Leipziger Buchmesse erstmals in ihrer Geschichte drei Länder gemeinsam als Gastland begrüßen: Polen, Frankreich und Deutschland.

Das Weimarer Dreieck steht für eine besondere Verbindung zwischen den drei Ländern. Zur Leipziger Buchmesse 2027 wird sie zu einem gemeinsamen kulturellen Projekt: einem Raum für Literatur, Übersetzung und Austausch, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und neue Verbindungen entstehen können.

Der gemeinsame Auftritt wird vom Polnischen Institut, dem Institut français und dem Goethe-Institut organisiert.

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Beziehung als Prinzip

Das visuelle Konzept stellt das „Dazwischen“ in den Mittelpunkt: die Beziehungen, Verbindungen und Begegnungen zwischen Polen, Frankreich und Deutschland.

Dieses Prinzip übersetzt sich in ein dynamisches typografisches System. Elemente verändern ihre Position, ihren Abstand und ihre Konstellation und treten immer wieder neu miteinander in Beziehung.

So wird Beziehung nicht nur dargestellt, sondern zum zentralen Gestaltungsprinzip.

Bedeutung entsteht im Zwischenraum.

Visuelles Konzept und Gestaltung: NODE Berlin Oslo

LBM27 Gastland "Beziehungsweise Europa"

Drei Sprachen, viele Perspektiven: Beziehungsweise Europa

Gastland einer Buchmesse zu sein, ist immer eine Gelegenheit, der eigenen Literatur und Kultur eine Bühne zu geben, neue Stimmen zu präsentieren und mit einem breiten Publikum in einen Dialog zu treten. Zugleich ist es auch eine Herausforderung, ein Land möglichst umfassend zu repräsentieren. Wie aber verändert sich diese Aufgabe, wenn nicht ein Land, sondern drei Länder gemeinsam eingeladen sind?

Im Mittelpunkt des gemeinsamen Gastlandauftrittes stehen die literarischen, kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen den drei Ländern, ihre Geschichte, Gegenwart und Zukunft in Europa. „beziehungsweise europa“ fragt danach, was uns verbindet, wo unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aufeinandertreffen und wie wir unsere Beziehungen künftig gestalten wollen. Literatur bildet dabei den Ausgangspunkt für Austausch, Begegnung und neue Blickwinkel. Das Programm versteht sich zugleich als Ideenlabor und als Einladung zum Teilen, zum Austausch und zur Begegnung. Und da Beziehungen in ihren verschiedenen Formen im Mittelpunkt des Projekts stehen, prägen sie auch viele der Veranstaltungsformate.

Wie lesen wir?
Was war?
Wo brennt’s?
Wie weiter?

Das sind nur einige der Fragen, die in vielfältigen begleitenden Veranstaltungsformaten aufgegriffen werden, von Performances über Workshops bis hin zu Übersetzungskaraoke.

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Pressemappe

Lesen Sie das vollständige Konzept und weitere umfassende Informationen im Pressedossier.

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Das Kurator:innenteam – Die Menschen hinter der Vision

Das Gastlandprogramm 2027 wird von einem trinationalen Kurator:innenteam begleitet. Kurator:innen aus Polen, Frankreich und Deutschland entwickeln gemeinsam ein Programm, das die literarischen, kulturellen und gesellschaftlichen Verbindungen zwischen den drei Ländern sichtbar macht und neue Perspektiven eröffnet.

Welche Themen werden im Mittelpunkt stehen?
Welche unerwarteten Begegnungen ergeben sich?
Und wie lässt sich das Weimarer Dreieck als kultureller Raum erleben?

Lernen Sie die Menschen kennen, die diesen Prozess begleiten und gestalten:

Thorsten Dönges, Kurator Deutschland

Doenges_Thorsten©Tobias_Bohm
Foto © Tobias Bohm

Thorsten Dönges studierte Germanistik und Geschichte in Bamberg. Im Schuljahr 1997/98 unterrichtete er als assistant de langue am Lycée Thibaut de Champagne im französischen Provins. Seit 2003 ist er Mitarbeiter des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB), wo er als Kurator den Bereich deutschsprachige Gegenwartsliteratur verantwortet und die Autor:innenwerkstatt Prosa leitet. Als Redakteur gestaltet er die LCB-Hauszeitschrift Sprache im Technischen Zeitalter mit. Seit vielen Jahren ist er Moderator beim Internationalen Literaturfestival Leukerbad (CH) und dem Europäischen Festival des Debütromans in Kiel. Er lehrt regelmäßig an der Filmuniversität Babelsberg, Lehraufträge erteilten zudem die Universität Bamberg und die FU Berlin. Thorsten Dönges ist Mitglied der Jury des deutsch-französischen Franz-Hessel-Preises.

Karolina Golimowska, Kuratorin Polen, Polnisches Institut

Portrait Karolina_Golimowska © Katarzyna Mazur
Foto © Katarzyna Mazur

Dr. Karolina Golimowska ist Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin, Moderatorin, sowie Autorin von Kurzprosa, Lyrik und journalistischen Texten. Sie ist geboren in Aachen, aufgewachsen in Warschau, studierte in Berlin und London. Sie veröffentlichte u.a. in Sinn und Form, Gazeta Wyborcza, dem Deutsch-Polnischen Magazin Dialog, Chimera, Wyspa und wissenschaftlichen Zeitschriften. Golimowska ist promovierte Amerikanistin, lehrt an der Freien Universität in Berlin. 2014 wurde sie mit dem Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis ausgezeichnet. In den Jahren 2018-2021 leitete sie die Lyrikübersetzungswerkstatt VERSschmuggel beim poesiefestival berlin. Seit Herbst 2024 Programmreferentin für Literatur und Debatten im Polnischen Institut Berlin. Zuletzt erschienen ist ihre Übersetzung des Gedichtbandes “Muttertask” (“Matkitaski”) von Uljana Wolf im polnischen Verlag Biuro Literackie. Sie lebt in Berlin.

Myriam Louviot, Kuratorin Frankreich, Institut français Deutschland

Portrait Myriam Louviot - (c)DR
Foto © DR

Dr. Myriam Louviot studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Straßburg, wo sie mit einer Dissertation über Hybridität in der französisch- und englischsprachigen postkolonialen Literatur promovierte. Mehrere Jahre lebte sie im Senegal, in Großbritannien und in der Schweiz; in dieser Zeit unterrichtete sie regelmäßig und leitete Schreibwerkstätten sowie verlegerische und hybride Kulturprojekte. Seit 2015 ist sie für das Institut français Deutschland tätig, dessen Büro für Buch- und Verlagswesen sie seit 2020 leitet. In dieser Funktion verantwortet sie die Bereiche Literatur, Bibliotheken und Debatten.

Wolf Iro, Kurator Deutschland, Goethe-Institut

Portrait Wolf_Iro_© Felix Rettberg
Foto © Felix Rettberg

Dr. Wolf Iro studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Cambridge und Slavistik in Oxford, Moskau und München, wo er seine Dissertation über Isaak Babel ablegte. Er arbeitete unter anderem als Programmverantwortlicher des Goethe-Instituts für die Region Osteuropa und Zentralasien und leitete das Institut in Israel. Seit 2025 verantwortet er in der Zentrale des Goethe-Instituts den Literaturbereich. Er ist zudem Autor diverser Texte und Bücher, zuletzt „Was jetzt zählt. Gegen den alltäglichen Rechtsextremismus“ (Wagenbach-Verlag).

Werden Sie Teil des Gastlandauftritts 2027

Open Call: Nehmen Sie mit Ihrem Titel teil am Gastlandprogramm des Weimarer Dreiecks! Passende Veranstaltungsvorschläge mit Bezug zum Gastland können dafür eingereicht werden. Die Ausschreibung (PDF, 196 kB) mit allen Informationen zu Voraussetzungen, Bewerbung und Rahmenbedingungen finden Sie im PDF.

Jetzt bewerben!

Das Projekt “Gastlandauftritt des Weimarer Dreiecks auf der Leipziger Buchmesse 2027” wird gefördert von:

Das Polnische Institut ist als Einrichtung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen mit Aufgaben der polnischen öffentlichen und kulturellen Diplomatie betraut. Es vermittelt nicht nur polnische Kultur in Ausland, sondern möchte viel mehr Interesse und Begeisterung für alle Aspekte des facettenreichen gesellschaftlichen Lebens in Polen wecken. Es versteht sich auch als Mittler, Plattform und kompetenter Ansprechpartner für Kulturschaffende und Künstler:innen, sowie für Institutionen und Kultureinrichtungen, die an einem Austausch mit Polen interessiert sind.

Das Institut français Deutschland ist für die Umsetzung der auswärtigen Kulturpolitik Frankreichs in Deutschland zuständig. Seine Hauptaufgaben sind die Förderung der französischen Sprache und Kultur. Es besteht aus einem Netzwerk von 11 Instituts français an 13 verschiedenen Standorten. Darüber hinaus kooperiert es mit 12 deutsch-französischen Kulturzentren. Die Aktivitäten des Institut français Deutschland umfasst vier Bereiche – künstlerisches Schaffen, Ideen und Debatte, Innovationen und die französische Sprache. Das Projekt “Gastlandauftritt des Weimarer Dreiecks auf der Leipziger Buchmesse 2027” wird mit Sondermitteln des Institut français Paris gefördert.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.

Das Projekt “Gastlandauftritt des Weimarer Dreiecks auf der Leipziger Buchmesse 2027” wird mit Sondermitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.