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    The Years of Change 1989-1991. Mittel-, Ost- und Südosteuropa 30 Jahre danach

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    Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und die Slowakei stehen im Fokus der ersten Auflage des auf drei Jahre angelegten neuen Programmschwerpunkts der Bundeszentrale für politische Bildung und der Leipziger Buchmesse. In acht Diskussionsrunden reflektieren zur Leipziger Buchmesse SchriftstellerInnen, JournalistInnen, PublizistInnen, Zeitzeugen und MitgestalterInnen der Wende aus sechs Ländern die Umbrüche in Europa 1989 und deren Folgen. Zudem entwerfen sie Konzepte für die Stärkung demokratischer Gesellschaften.

    Donnerstag

    Zur Auftaktveranstaltung „retroPERSPEKTIVE“ fragen am ersten Messetag Adam Michnik (Polen) und Marianne Birthler (Deutschland) mit Blick auf 1989: Was ist geschehen? Haben wir verlernt, aus der Geschichte zu lernen? In die Abgründe von Macht, Gewalt, Krieg und Musik blicken in der anschließenden Debatte Zoltán Danyi (Serbien) und György Dragomán (Ungarn). Masha Gessen, die diesjährige Preisträgerin des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung, spricht hingegen am gleichen Abend im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig mit Gerd Koenen über den Wandel der russischen Gesellschaft in den letzten 30 Jahren.

    Freitag

    Wie ist es dazu gekommen, dass sich gegenwärtig auf der einen Seite unsere Sprache radikalisiert und auf der anderen Seite Sprachlosigkeit und Beklemmung zu beobachten sind? Wie können Intellektuelle dem entgegenwirken? Dieser Frage gehen die drei deutschen SchriftstellerInnen Marcel Beyer, Durs Grünbein und Kerstin Preiwuß am Messefreitag nach. Für den Ungarn Gáspár Miklós Tamás sind die friedlichen Revolutionen in Europa gescheitert. Gemeinsam mit Jáchym Topol (Tschechien) und Petr Buras (Polen) diskutiert er, wie man von den Erfahrungen der kollektiven Solidarität und den Praktiken des Untergrunds und des Widerstands der 1980er Jahre profitieren kann.

    Samstag

    Die jüngere, Nach-Revolutions-Generation, kommt am Samstag zu Wort: Jaroslav Rudiš (Tschechien), Michał Sutowski (Polen) und Kinga Tóth (Ungarn) lassen das Publikum an ihren Visionen von einer demokratischen Zukunft teilhaben. Im Anschluss berichten die JournalistInnen Pavla Holcová (Tschechien), Paul Radu (Rumänien) und Martin Šimečka (Slowakei) von ihren Strategien im Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit sowie um das Vertrauen der Leser, Zuhörer und Zuschauer. Am Samstagabend lesen Maria Stepanova („Nach dem Gedächtnis“) aus Russland und Żanna Słoniowska („Das Licht der Frauen“) aus Polen aus ihren jüngsten Werken in der Schaubühne Lindenfels. DA-ZWISCHEN lautet die Überschrift des Abends, der sich auch im Gespräch um die Frage nach der Zugehörigkeit dreht, wenn eigene Biografien durch Brüche, Grenz- und Sprachwechsel geprägt sind. Erinnern? Vergessen? Anpassen? Zuhören! Denn ab 21.00 Uhr steht Musik von der polnischen Band SUTARI und den DJs Katja Garmasch und dem Kompott-Team auf dem Programm.

    Programmübersicht


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    Das vollständige Programm sowie Informationen zu den Mitwirkenden finden Sie hier

    Download Programmflyer (11,8 MB)button image

    Magazin


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    "1989 und 30 Jahre danach" in elf Schriftstellerperspektiven aus sieben Ländern. Das Magazin zum neuen Programmschwerpunkt finden Sie hier zum Download..

    Download Magazin (9,5 MB)button image

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