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    Nachricht vom 29.01.20 | Leipziger Buchmesse / Lesefest Leipzig liest

    Das Forum ›Die Unabhängigen‹ auf der Leipziger Buchmesse 2020

    Vom 12. bis 15. März 2020 ist das Forum ›Die Unabhängigen‹ zum sechsten Mal auf der Leipziger Buchmesse zu finden (Halle 5, H309). An vier Messetagen werden bei 49 Veranstaltungen über 100 Autor*innen, Herausgeber*innen, Übersetzer*innen und Verleger*innen vor Ort sein. Im Zeitraum von 10.30 Uhr bis 18 Uhr finden halbstündige Lesungen zu Neuerscheinungen statt, aber auch Preisverleihungen sowie Branchenveranstaltungen. Mit 45 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Podiumsgästen aus ganz Europa wird der Blick in diesem Jahr erneut darauf gerichtet, was uns als Gesellschaft bewegt, wie Literatur als Spiegelbild dessen gelten kann, was wir politisch diskutieren und welche ästhetischen Maßstäbe Literatur setzt. Organisiert wird das Projekt von der Kurt Wolff Stiftung, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, und der Leipziger Buchmesse. Partner sind erneut die österreichische ARGE Privatverlage und die Schweizer SWIPS.

    Darüber hinaus geht es 2020 am Buchmessen-Samstag (14. März 2020) erstmalig mit ›Die Unabhängigen. Spätausgabe‹ für einen Abend runter vom Messegelände in den Westflügel der Schaubühne Lindenfels. Dort lesen 18 Autor*innen aus ihren Romanen, politischen Sachbüchern und Lyrikbänden.

    ›Die Unabhängigen‹ auf dem Messegelände

    Das Programm rund um die Neuerscheinungen zeichnet auch in diesem Jahr wieder die literarische Vielfalt und die hohe Qualität der unabhängigen Verlage nach. Der Lyrik wird eine größere Bühne gegeben: Mit je zwei Lyrik*innen startet das Forum jeden Morgen um 10.30 Uhr in den Tag. Dabei sind die neusten Lyrikpublikationen von und mit Alexandru Bulucz, Dragica Rajčić Holzner, Lea Schneider, Verena Stauffer, Hans Thill und Saskia Warzecha – sowie die Vorstellung der Anthologie ›VERSSchmuggel / reVERSible. Poesie aus den USA und Deutschland‹.

    Gesellschaftspolitische Themen spiegeln sich in zahlreichen Büchern des Forums wider: Wie geht man mit horrend steigenden Mieten in den Städten um (Synke Köhler: ›Die Entmieteten‹, Satyr)? Wie mit der politischen Radikalisierung in der eigenen Familie (Amanda Lasker-Berlin: ›Elijas Lied‹, Frankfurter Verlagsanstalt)? Was heißt in diesen überhitzten Zeiten überhaupt ›Normalität‹ (mit Hans Martin Esser, Kulturverlag Kadmos)? Und was passiert in einer ›Transformation von Gesellschaften‹ (Rolf Reißig, Schüren)?

    Die verhängnisvolle deutsche Geschichte spiegelt sich in Romanen und autobiographischen Memoiren: Der Holocaust-Überlebende Tomáš Radil liest aus seinen Erinnerungen ›Ein bißchen Leben vor diesem Sterben‹ (Arco). Anke Gebert geht im Roman ›Wo du nicht bist‹ der wahren Liebesgeschichte von Irmgard Weckmüller und ihres jüdischen Ehemanns Erich Bragenheim in Zeiten des Nationalsozialismus nach (Pendragon). Samuel Salzborn blickt auf die ›Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern‹ (Hentrich & Hentrich). Mit ›Risse‹ entwirft Roswitha Schieb ›Dreißig deutsche Lebensläufe‹ des letzten Jahrhunderts (Lukas). Auch die Initiative ›Verlage gegen Rechts‹ betritt erneut mit einer Veranstaltung das Forum und diskutiert mit Andreas Speit, Eike Sanders, Klaus Theweleit und Carina Book das Thema ›Bücherseiten, Internetforen und Eckkneipen: Wo organisieren und radikalisieren sich rechte Akteure?‹ (Messesamstag, 16.30 Uhr).

    Zahlreiche Autor*innen schreiben über das Unterwegssein als Odyssee oder das Nicht-Ankommen können: Mit Hamed Abboud, Tine Høeg und Sabine Scholl begeben wir uns auf die Reise bzw. auf die Suche nach Herkunft und sicheren Häfen. Stephan Wackwitz denkt über Länder wie Polen, die Slowakei oder die Ukraine als gleichberechtigte und politisch handlungsfähige Staaten nach (›Eure Freiheit, unsere Freiheit - Was wir von Osteuropa lernen könnten‹, edition.fotoTAPETA).

    Das Entdecken neuer Stimmen in der Literatur ist ureigenstes Anliegen unabhängiger Verlage. So betreten folgende Debütant*innen erstmalig die literarische Bühne: Theres Essmann, Marina Frenk, Sabine Gisin, Anna Ospelt, Alexandra Riedel, Christian Schulteisz und Bernt Spiegel, der im Alter von 93 Jahren seine erste Publikation vorlegt.

    Traditioneller Höhepunkt im Forum ›Die Unabhängigen‹ ist am Messe-Freitag um 13 Uhr die Verleihung des Kurt-Wolff-Preises, der in diesem Jahr an den Arco Verlag (Hauptpreis) und an Hentrich & Hentrich (Förderpreis) geht. Die Laudatio hält Jan Drees. Dank Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist es möglich, erstmalig 50.000 Euro für die Vergabe der Kurt-Wolff-Preise auszuschütten. Davon entfallen 35.000 Euro auf den Hauptpreis und 15.000 Euro auf den Förderpreis.

    Auch der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2020 wird auf dem. Forum ›Die Unabhängigen‹ verliehen (Messe-Donnerstag, 14 Uhr). Am Messe-Freitag fällt hier um 16.30 Uhr der Startschuss des jährlichen Literaturpreises ›Hotlist‹, der auch 2020 die besten Bücher unabhängiger Verlage auszeichnen wird.

    Statistik: 45 Verlage aus Deutschland (32), der Schweiz (6) und Österreich (7)

    Forum ›Die Unabhängigen‹, Messegelände, Halle. 5 H309, täglich von 10.30 Uhr bis 18 Uhr.

    Die Unabhängigen. Spätausgabe

    Erstmalig zieht das Forum ›Die Unabhängigen‹ in die Stadt zur ›Spätausgabe‹. Im Westflügel der Schaubühne Lindenfels beginnt die Veranstaltung mit 18 Autor*innen aus Deutschland, Österreich und Schweiz am Messesamstag, dem 14. März 2020, um 20 Uhr. Das Themenspektrum des Tagesprogramms spiegelt sich am Abend wider. Parallel finden je zwei Veranstaltungen mit drei Podiumsgästen im dortigen Saal und im Café statt, zusammengehalten durch die Moderator*innen Doris Akrap (taz) und Jörg Schieke (mdr Kultur).

    Thomas Brussig ist mit seinem neuen Roman ›Die Verwandelten‹ (Wallstein) ebenso dabei wie Sabine Scholl mit ›O‹ (Secession) und Andreas Heidtmann mit seinem Debüt ›Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt würde‹ (Steidl). Aber auch namhafte Autorinnen wie Christine Koschmieder, Cornelia Travnicek und Karin Peschka lesen aus ihren Neuerscheinungen. Die Debütant*innen Jörg Rehmann, Helena Adler und Alexandra Riedel präsentieren ihre ersten Romane. Eine politische Themenvielfalt wird ebenfalls zu hören sein: Eske Bockelmann spricht über die Wirkkraft des Geldes, Gerd Hankel über Entwicklungshilfe in Afrika sowie Jean-Philipp Back und Andreas Speit über rechte Egoshooter, die sich im Internet bewegen.

    Mit der Lyrik hat das Forum ›Die Unabhängigen‹ in den Tag gestartet – am Samstag schließt sie ihn auch damit: Bei der ›Poetischen Mitternacht‹ ab 23 Uhr lesen Jan Kuhlbrodt, Volker Sielaff und Róža Domašcyna.

    Statistik: 18 Verlage aus Deutschland (12), der Schweiz (2) und Österreich (4)

    ›Die Unabhängigen. Spätausgabe‹. Westflügel, Hähnelstr. 27, 04177 Leipzig

    Eintritt: 11,-/8,- € (ermäßigt) zzgl. Gebühren, Vorverkauf: Culton Ticket oder unter westfluegel.de.

    Der Vorverkauf startet am 7. Februar 2020

    Kuratorin des Tages- und Abendprogramms:

    Carolin Callies (Lyrikerin und freie Literaturveranstalterin)

    Kontaktdaten:

    Kurt Wolff Stiftung, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

    Email: info@kurt-wolff-stiftung.de, Telefon: 0341 / 9 62 71 87


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