27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse
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Erinnern heißt Kämpfen

Die Perspektive der Betroffenen von rechter Gewalt

12:20 - 13:05 Uhr Do. 21. März
Veranstalter: Verlage gegen Rechts

Kurzbeschreibung

Ohne die Stimmen der Betroffenen rechter Gewalt würde diese verdrängt und nie aufgearbeitet werden.

Beschreibung

Seit Jahrzehnten engagieren sich Überlebende und Angehörige von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt gegen das Vergessen von rechten Gewaltverbrechen in Deutschland. Sie halten das Gedenken aufrecht, solidarisieren sich, fordern Aufklärung und Konsequenzen. Ali Şirin hat im Frühjahr einen Sammelband mit Beiträgen von Angehörigen und Freund*innen von Todesopfern rechter Gewalt zusammengestellt. Eine davon ist Gamze Kubaşık, Tochter von Mehmet Kubaşık, der 2006 vom rechtsterroristischen NSU ermordet wurde. Sie engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Netzwerken und wird nicht müde, ihre Stimme zu erheben gegen die Kontinuität rassistischer Gewalt in Deutschland. Auch die andauernden rassistischen Angriffe in Berlin-Neukölln zeigen die Gefahr auf, die von rechten Gewalttäter*innen ausgehen. Zu diesen Vorfällen hat Anna Beckmann eine Audio-Serie über den politischen Aushandlungsprozess aus Betroffenenperspektive erarbeitet. Wie kann diesen zentralen Stimmen in der Erinnerungspolitik noch mehr Gehör verschafft werden? Wie kann die Ignoranz von politischen Entscheidungsträger*innen, Behörden und Gesamtgesellschaft endlich überwunden werden?

Mitwirkende:
Anna Beckmann hat zu politischen Comics promoviert und am Podcast "Kritik. Protest. Veränderung" über den sogenannten Neukölln-Komplex mitgearbeitet.
Gamze Kubaşık kämpft seit Jahren für vollständige Aufklärung, Konsequenzen und ein würdiges Gedenken an die Opfer des NSU. Sie ist politische Bildnerin zum Thema NSU-Komplex. Sie ist die Tochter von Mehmet Kubaşık, der am 4.4.2006 in Dortmund vom rechtsterroristischen NSU ermordet wurde.
Ali Şirin ist Sozialwissenschaftler, Social-Justice- sowie Antirassismus-Trainer und arbeitet hauptberuflich beim BDAJ-NRW e.V. in Dortmund und im Zentrum für Erinnerungskultur in Duisburg. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Jugendarbeit, Empowerment, Diversität und Moderation von Lesungen bzw. Podiumsdiskussionen. Er ist Mitgründer und Mitglied bei DIVE – dem Netzwerk für diversitätsbewusste Jugend- und Bildungsarbeit und ist aktiv im Bündnis Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund.
Moderation: Mohamed Amjahid. Mohamed Amjahid ist freier Journalist für verschiedene Zeitungen und Buchautor, unter anderem von Der weiße Fleck: Eine Anleitung zu antirassistischem Denken. Für seine Texte wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Moderation

Mitwirkende

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum offene Gesellschaft  (Halle 2, Stand E600)