27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse

Klassiker des 20. Jahrhunderts: La Storia

Neuübersetzung, Gespräche, Fernsehadaption

19:00 - 20:30 Uhr Fr. 22. März
Veranstalter: Istituto Italiano di Cultura Italienisches Kulturinstitut Berlin

Kurzbeschreibung

Alles zum Roman La Storia - Neuübersetzungen, Gespräche, TV-Serien – ist eine Hommage an einen der großen italienischen Klassiker des 20. Jahrhunderts. Der erfolgreichste Roman von Elsa Morante, der 1974 erschien, erzählt die Geschichte der verwitweten Lehrerin Ida in Rom, die in den Jahren 1941 bis 1947, inmitten von Bombenhagel, Hunger und Deportation, darum kämpft, ihre beiden Söhne zu retten. Im Januar 2024 lief in Italien mit großem Erfolg die an den Roman angelehnte Serie an.

Beschreibung

Die Neuübersetzung dieses großen Klassiker des 20. Jahrhunderts von Klaudia Ruschkowki und Maja Pflug erscheint im Wagenbach Verlag, der weitere Übersetzungen ins Deutsche von Elsa Morante angekündigt hat: die Briefe Cara Elsa und den Roman Menzogna e sortilegio (Lüge und Zauberei). 40 Jahre nach dem gleichnamigen Film von Luigi Comencini, wurde der Roman unter der Regie von Francesca Archibugi und als internationale Koproduktion (Picomedia, Thalie Images, Rai Fiction) als Fernsehserie in acht Teilen verfilmt.
La Storia, das ist die »große« Geschichte: die Chronik von Diktaturen, Weltkriegen und Menschheitsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zugleich vor allem die Geschichte der verwitweten Lehrerin Ida und ihrer beiden Söhne in den Jahren 1941 bis 1947. Nino, der ältere Sohn und präpotente Schwarzhemdträger, will in den Krieg ziehen. Der kleine Useppe, gezeugt bei einer Vergewaltigung durch einen jungen Wehrmachtsoldaten, immer heiter und neugierig, verbringt seine Tage in Gesellschaft des ebenso liebenswerten Hundes Blitz. Inmitten von Bombenangriffen, Hunger und Deportationen wächst Idas Angst, ihre jüdischen Vorfahren könnten der Familie zum Verhängnis werden.
Die italienische Autorin Nadia Terranova erzählt diesen Klassiker des 20. Jahrhunderts aus ihrer Sicht als zeitgenössische italienische Schriftstellerin. Die Schauspielerin Laura Lippman liest Seiten aus der neuen Übersetzung. Anhand des Trailers und einiger Serienausschnitte erklärt die Drehbuchautorin der in Italien sehr erfolgreichen TV-Serie Ilaria Macchia wie das große Epos der Lehrerin Ida und ihrer Kinder zu einer Erzählung in Bildern wurde.
Nadia Terranova (Messina, 1978) lebt und arbeitet in Rom. Ihr erster Roman Gli anni al contrario (Einaudi 2015) wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Addio fantasmi (Einaudi 2018, dt.: Der Morgen, an dem mein Vater aufstand und verschwand, Aufbau 2020, übers. von Esther Hansen) war unter den Finalisten des Premio Strega 2019. 2022 erschien Trema la notte (Einaudi), der in der Zeit des Erdbebens in Messina im Jahr 1908 angesiedelt ist. Neben klassischen Romanen veröffentlicht sie auch Kinderbücher. In Zusammenarbeit mit dem Illustrator Lorenzo Mattotti erschien Aladin und die Wunderlampe (orecchio acerbo editore 2020).

Ilaria Macchia, geboren und aufgewachsen in San Donato im Salento, studierte am Centro di Cinematografia in Rom, wo sie heute lebt und als Drehbuchautorin arbeitet. Einige ihrer Kurzfilme wurden für wichtige Filmfestivals wie Cannes, Turin und Rotterdam ausgewählt. Sie schrieb das Drehbuch für den Film L'attesa unter der Regie von Piero Messina, der im Wettbewerb des 72. Filmfestivals von Venedig lief. 2017 erschien ihr erster Roman Ho visto un uomo a pezzi (Mondadori). Zusammen mit Francesco Piccolo, Giulia Calenda und Francesca Archibugi ist sie Autorin des Drehbuchs für die Fernsehserie nach dem Roman von Elsa Morante, die derzeit in Italien ausgestrahlt wird und demnächst auch in Deutschland zu sehen sein wird.

Mitwirkende

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Bach-Archiv

Adresse Thomaskirchhof 15 04109 Leipzig
Kontakt Website: https://www.bach-leipzig.de

Aussteller