27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse
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Die Freiheit der Worte

12:00 - 13:00 Uhr Fr. 22. März
Veranstalter: Goethe-Institut e.V.

Kurzbeschreibung

Die Autor*innen Iwona Nowacka, Lukas Rietzschel und Gábor Schein diskutieren die Auswirkungen, die illiberale Entwicklungen in Polen, Ungarn und Deutschland auf ihr Schreiben haben. Moderation: Vivian Perkovic. Veranstaltung in deutscher Sprache.

Beschreibung

Europäische Schriftsteller*innen müssen sich heute vielfach mit antidemokratischen Entwicklungen auseinandersetzen. Populistische Parteien prägenden politischen Diskurs demokratischer Staaten, das gesellschaftliche Klima ist oftmals vergiftet. Wie wirken sich illiberale Kontexte auf die Entstehung, die Veröffentlichung und die Rezeption von Literatur aus?

Iwona Nowacka, Lukas Rietzschel und Gábor Schein sind scharfe Beobachter*innen der Verhältnisse in ihren Heimatländern und in Europa. In Polen ändertsich die politische Situation nach dem Regierungswechsel dynamisch, in Deutschland droht bei den kommenden Europa- und Landtagswahlen ein weiterer Rechtsruck und der Abbau der demokratischen Strukturen Ungarns scheint weit fortgeschritten zu sein.

Welche Rolle spielt das jeweilige politische Umfeld bei Themenwahl und Veröffentlichungspraxis? Welche ästhetischen Konsequenzen ziehen die Autor*innendaraus für ihr Schreiben und wie viel Aktivismus verträgt Literatur? Wie nehmen sie die Rezeption ihrer Werke in ihrer Heimat und in Europa wahr?

Über die Bedeutung von Literatur in illiberalen Kontexten sprechen Iwona Nowacka, Lukas Rietzschel und Gábor Schein gemeinsam mit Moderatorin Vivian Perkovic. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Mitwirkende:
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. Sein Debütroman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ erschien 2018 undwar ein Bestseller, der auch seinen Weg ins Theater fand und verfilmt wurde, ebenso der zweite Roman „Raumfahrer“. Lukas Rietzschel wurde 2019 mit dem Gellert-Preis, 2022 mit dem Sächsischen Literaturpreis und 2023 mit dem Literaturpreis Text & Sprache ausgezeichnet.Sein Stück „Das beispielhafte Leben des Samuel W.“ feierte Anfang 2024 am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz-Zittau Premiere.

Gábor Schein wurde 1969 in Budapest geboren, wo er auch heute lebt. Er schreibt Poesie, Prosatexte, Theaterstücke und Essays. Zudem übersetzt erzeitgenössische und klassische Lyrik aus dem Deutschen und Englischen. Er hat Ungarisch und Deutsch studiert und ist Professor für Ungarische Literatur an der Eötvös Loránd Universität in Budapest. Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch ein Roman: „Der Schwede“, Friedenauer Presse, 2021.

Iwona Nowacka, 1980 geboren, ist Übersetzerin, Autorin und Kuratorin von Theaterprojekten. Sie arbeitet mit polnischen und deutschen Theatern zusammenund hat Theatertexte u.a. von Fassbinder, Werner Fritsch und Juli Zeh in Polnische übersetzt. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Residenzen in ganz Europa und Kanada.

Vivian Perkovic ist Journalistin und interessiert sich sehr für Beats und Ideen: also Musik, Kultur, Gesellschaft und Politik. Ihr Studium absolviertesie in Hamburg, ihr Volontariat beim SWR. Sie ist Redakteurin, Autorin, Reporterin, Moderatorin in Köln, Berlin, Belgrad und New York. Seit 2017 moderiert Vivian Perkovic das tägliche 3sat-Magazin Kulturzeit. Das Redaktionsteam und sie sind dafür mit dem Deutschen Fernsehpreis 2022 in der Kategorie „Beste Information“ ausgezeichnet worden.


Moderation

Mitwirkende

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Café Europa  (Halle 4, Stand E401/E403)

Aussteller