27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse
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Zeitreisen durch die Gegenwart

11:00 - 12:30 Uhr So. 24. März
Veranstalter: Neofelis Verlag GmbH

Kurzbeschreibung

Die Übersetzerin Lydia Nagel präsentiert ukrainische Theaterstücke aus den Jahren 2014 bis 2023

Beschreibung

Egal ob diese ukrainischen Theaterstücke vor oder nach dem 24. Februar 2022 entstanden sind: Der Krieg ist allgegenwärtig; aber nicht allbeherrschend. So gibt der achte Band der Reihe „Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte“ im Neofelis Verlag Einblick in eine vielfältige, lebendige ukrainische Dramatik und versammelt acht zeitgenössische Theatertexte aus den Federn ukrainischer Autor*innen, die im deutschsprachigen Theater bereits bekannt oder hierzulande noch zu entdecken sind. Die Anthologie „Zeitreisen durch die Gegenwart. Theatertexte aus der Ukraine“ gibt entsprechend Anlass, das hiesige Interesse an ukrainischer Dramatik auch abseits des russischen Angriffskriegs zu festigen.

Während Andrii Bondarenko in „Was man im Dunkeln hört“ (2022) den paranormalen Alltag im Luftschutzbunker beschreibt, unternimmt Anastasiia Kosodiis „Time Traveller’s Guide to Donbas“ (2018) eine surreale Zeitreise aus dem Jahr 2036 ins Jahr 2013, auf der Suche nach dem Ursprung des Krieges im Donbass. Gewissermaßen transzeitlich angelegt sind auch Luda Tymoshenkos „Fünf Lieder aus Polessien“ (2021), das fünf bittere Episoden aus den Jahren 1940, 1959, 1973, 1997 und 2020 in der ukrainischen Provinz schildert. „Gorkis Mutter“ von Lena Lagushonkova (2019) verfolgt aus Sicht der jungen Generation die Abnabelung einer kleinen ostukrainischen Stadt vom Sowjetregime und die epochalen Umbrüche zwischen 1960 und 2022. Dem militanten Widerstand gegen das postsowjetische Imperium verschreibt sich ebenso Tetiana Kytsenkos „Die Frauen und der Scharfschütze“ (2014/15), wohingegen Maksym Kurochkin mit „Drei Versuche den Alltag zu verbessern“ (2022) an das Leben eines Soldaten heranzoomt. Und sowohl Oksana Savchenkos „Die Nacht verdeckt den Morgen“ (2022) als auch Natalka Vorozhbyts „Green Corridors“ (2022/23) behandeln die Flucht aus der Ukraine mal humorig, mal verzweifelt, mal mit praktischen Tipps. Den Krieg im Nacken hat auch das Anti-Umweltzerstörungs-Stück „Öko-Ballade“ (2015) von Olha Matsiupa, die 2017 den internationalen Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts erhielt.

Die Herausgeberin Lydia Nagel hat die Theatertexte ausgewählt und aus dem Ukrainischen übersetzt. In der Matinée wird sie im Gespräch mit dem Verleger Matthias Naumann in das ukrainische Gegenwartstheater einführen und einige der Stücke vorstellen. Schauspieler*innen aus dem Ensemble des Theaters der Jungen Welt werden Szenen aus diesen Stücken präsentieren.

Eintritt Bemerkung

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Moderation

Mitwirkende

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Theater der Jungen Welt

Adresse Lindenauer Markt 21 04177 Leipzig
Kontakt Website: https://www.tdjw.de

Aussteller