27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse

Feministische Ökonomiekritik

11:30 - 12:00 Uhr Do. 21. März
Veranstalter: Bertz + Fischer GbR

Beschreibung

Die feministische Diskussion darüber hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben.
Noch vor einem Jahrzehnt dominierten eher poststrukturalistisch geprägte Perspektiven und liberale Feminismen. Inzwischen werden materialistisch-feministische Positionen wieder vermehrt diskutiert. Denn nicht erst seit der Coronapandemie kam die Frage in den Blick, wie ungleich Reproduktions- und Care-Arbeit verteilt sind und wie wesentlich das für gesellschaftliche Krisendynamiken ist. Vielerorts spitzen sich soziale Kämpfe zu und vielfach wird vertreten, eine Grundlage hierfür seien erweiterte Zugriffe auf weibliche Arbeitskraft, Selbstbestimmung und Körper. Und das führe dann zu neuen feministischen Kämpfen und zu Streiks etwa in der Pflege oder im Bildungsbereich.
Auf der theoretischen Ebene verbinden materialistisch-feministische Theorien eine Kritik an patriarchalen Strukturen und Geschlechterverhältnissen mit einer Analyse der mit ihnen vermittelten ökonomischen Verhältnisse und der Strukturlogik des Kapitals. Die PROKLA 214 will zur Klärung dieses Ökonomieverständnisses und der Ökonomiekritik innerhalb des feministischen Denkens beitragen und fragt nach deren Gehalt, aber auch nach deren Leerstellen und Grenzen: Wie lassen sich postkoloniale, ökologische und intersektionale Zugänge für die feministische Ökonomiekritik produktiv machen?

Moderation

Mitwirkende

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum die UNABHÄNGIGEN  (Halle 5, Stand E313)

Aussteller

Leipziger Buchmesse
Der von D.F. Bertz und Katrin Fischer 1995 gegründete Verlag galt bald als ›Spezialist für kluge Filmbücher‹ (›Zeit‹). Die Politolog*innen aber wussten: Der Kap...