27. - 30. März 2025 Leipziger Buchmesse

Kataklump

Paul van Ostaijen (1896-1928) - flämischer Dichter

11:30 - 12:00 Uhr Sa. 23. März
Veranstalter: Verlag Das Wunderhorn GmbH

Kurzbeschreibung

Kataklump ist die Geschichte eines Avantgardisten.

Beschreibung

Oktober 1918: Der junge Paul van Ostaijen kommt in Berlin an, auf der Flucht aus Belgien und auf der Suche nach einem Neubeginn. In seiner Heimatstadt Antwerpen war er die treibende Kraft des Durchbruchs des Modernismus, in Berlin aber befindet er sich plötzlich in der Hauptstadt des Expressionismus. Die bildenden Künstler Fritz Stuckenberg, Lyonel Feininger, Arnold Topp und Heinrich Campendonk, die gute Freunde van Ostaijens werden, sind zu diesem Zeitpunkt dringlich auf der Suche nach einer Alternative für die allmächtige Galerie „Der Sturm“. Van Ostaijen bringt frischen Wind, Begeisterung und eine inhaltlich revolutionäre Ideenwelt mit. Er ist ein Getriebener, der sein Schaffen ganz der Suche nach neuen Formen verschrieben hat und so einen Impuls für eine neue Bewegung nach dem Blauen Reiter geben könnte. Ein Manifest hierfür ist mit Kataklump geschrieben, doch soweit kommt es nicht.
Kataklump ist die Geschichte eines Avantgardisten, der es zu seiner Mission gemacht hat, den Geist des Expressionismus aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Matthijs de Ridder beschreibt sowohl Paul van Ostaijens Wirken als Kunstkritiker und -händler und seine Beziehungen zu vielen modernen Denker*innen und Schaffenden, auf die er in seiner Zeit in Berlin stieß, als auch die Genese der aufsehenerregenden Poesie des Dichters. Das typographische Meisterwerk Besetzte Stadt sowie der lebhaft-expressive Band Die Feste von Angst und Pein, die Paul van Ostaijen zu einem der am nachhaltigsten nachwirkenden Dichter der niederländischsprachigen Lyrik gemacht haben, sind in Berlin entstanden.
Paul van Ostaijen war ein radikaler Künstler, Dichter und Groteskenschreiber. 1896 in Antwerpen geboren, wurde er zum überzeugten Aktivisten für die Emanzipation des flämischen Volkes. Hierdurch zur Flucht nach Berlin gezwungen, lernte er dort Vertreter von Dadaismus und Expressionismus kennen, die sein eigenwilliges Werk beeinflussten. Schließlich kehrte er nach Belgien zurück, eröffnete eine Kunstgalerie und starb 1928 viel zu früh an einem Tuberkulose-Leiden. Wunderhorn bietet mit den drei Neuerscheinungen einen umfassenden Überblick über das Werk dieses fast vergessenen Dichters.

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Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Leseinsel Junge Verlage  (Halle 5, Stand D200)

Aussteller

Leipziger Buchmesse
Der Verlag wurde 1978 in Heidelberg gegründet, seine Schwerpunkte sind die Literaturen aus Afrika und der Karibik deutschsprachige und internationale Poesie/Lit...