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    Flügel in Flammen

    23. März 2019 | 11:00 – 11:30 Uhr

    Mitwirkende/Autoren
    • Lars Brandt,
    • Simone Cohn-Vossen
    Moderation
    • Stefan Weidle
    Veranstalter
    Art der Veranstaltung
    Lesung
    Genre
    Belletristik, Biographie, Lyrik
    Beschreibung:
    Dagny Juel: Werk und Leben

    Dagny Juel schreibt über radikale Gefühle, Ausweglosigkeit und Schuld und über die unbändige Macht der Liebe. In poetisch-dichter Sprache erzählt sie von Menschen, die einem moralischen Dilemma ausgesetzt sind und nicht selten daran zugrunde gehen. Dabei steht zumeist die Frau im Vordergrund, die, im Gegensatz zur vorherrschenden Darstellung der Zeit, nicht unschuldig und passiv ist, sondern einen starken eigenen Willen hat und durchaus zum Bösen fähig ist.
    Aus dem literarischen Nachlaß Dagny Juels sind wenige Erzählungen, vier kurze Dramen und einige Gedichte erhalten. Bei allen steht das Gefühlsleben der Figuren im Vordergrund. Die Rückkehr des unvergessenen Liebhabers, das katastrophale Scheitern einer Ehe, die Wirrungen komplizierter Dreiecksbeziehungen – diesen Themen nähert sich Dagny Juel in ihrer lakonischen Sprache über die Gefühle der von Zweifel, Schuld und Eifersucht getriebenen Figuren. Dabei kreisen alle Texte um die Liebe, die als gleichzeitig schaffende und vernichtende Kraft die Schicksale bestimmt.
    An das literarische Werk Dagny Juels schließt ein ausführlicher Essay von Lars Brandt an. Ausgehend von ihren Texten, zeichnet er das Bild einer Schriftstellerin, die von ihren Zeitgenossen auf ebenso hochfliegende wie widersprüchliche Weise beschrieben wurde. Stück für Stück fördert er die außergewöhnliche Persönlichkeit und die zerrissene Biographie Dagny Juels zutage - von ihrer behüteten Kindheit in Norwegen über ihre chaotische Zeit in Berlin (wo ein Großteil ihres literarischen Werks entstanden ist), bis zum 5. Juni 1901, dem Tag, an dem sie in einem Hotel im georgischen Tiflis von einem nicht erhörten Liebhaber erschossen wurde.

    Dagny Juel (1867-1901) hat die Künstlerszene des ausklingenden 19. Jahrhunderts in Norwegen und Deutschland maßgeblich beeinflußt – wenn auch mehr durch ihre Persönlichkeit als durch ihr Werk. Die Norwegerin unterhielt enge Beziehungen zu Künstlern wie August Strindberg, der ihretwegen eine psychiatrische Klinik aufsuchen mußte und sie mit gnadenlosem Haß verfolgte, und Edvard Munch (dem sie mehrfach Modell stand, etwa für seine „Madonna“); geheiratet hat sie schließlich den Schriftsteller, Trinker und Satanisten Stanisław Przybyszewski, der ihr Untergang wurde. Sie gilt aufgrund ihrer zahlreichen Liebesaffären und ihres ausschweifenden Lebensstils als „Femme fatale“, doch hat man es sich mit dieser Charakterisierung viel zu leicht gemacht. Zu Lebzeiten noch relativ unbeachtet, gelangte der Großteil ihres literarischen Werks erst einige Jahre nach ihrem gewaltsamen Tod an die Öffentlichkeit. Erstmals erscheinen nun ihre gesammelten Texte in deutscher Sprache.

    Lars Brandt wurde 1951 in Berlin geboren und lebt mit seiner Frau, der Fotografin Renate Brandt, in Bonn. Auf seine Arbeit als Schriftsteller wirken sich spürbar die Erfahrungen als Maler und Filmemacher aus. Immer wieder operiert er an der Schnittstelle von Kunst und Literatur. In Ergänzung seines Dokumentarfilms Momente des Glücks für WDR/Arte veröffentlichte er sein Buch H.C. Artmann - Ein Gespräch über den österreichischen Dichter. Es folgten der vielbeachtete literarische Essay Andenken über seinen Vater Willy Brandt sowie die Romane Gold und Silber und Alles Zirkus. Texte von ihm werden immer wieder im Rundfunk, in Theatern, Literaturhäusern, Museen und Kunstvereinen präsentiert. In Beiträgen für Zeitschriften und Zeitungen nimmt er gelegentlich zu kulturellen und politischen Fragen Stellung.
    Ort
    Forum Die Unabhängigen, Halle 5, Stand H309
    Hallenplan

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