Leipzig liest extra - Details zur Veranstaltung

Lesung und Gespräch

bpb:salon SPEZIAL

Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung

Kurzbeschreibung

Gespräch zum Buch „(Ost)Deutschlands Weg 1989 bis 2021 – 75 Studien und Essays zur Lage des Landes"

Beschreibung

Am 28. Mai 2021 erscheint zur Leipziger (Online)Buchmesse eine zweibändige Eigenproduktion der bpb in ungewöhnlichem Umfang – mit 1.250 Seiten: „(Ost)Deutschlands Weg 1989 bis 2021 – 75 Studien und Essays zur Lage des Landes“, herausgegeben von dem Berliner Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, dem Projekteiter der Robert-Havemann-Gesellschaft, Frank Ebert, und Holger Kulick aus der Redaktion www.deutschlandarchiv.de der bpb. Worum es geht: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Deutschland, wie es sich viele DDR-Bürger und Bürgerinnen 1989/90 erträumten, haben sich mehr Gräben und Hürden aufgetan, als vorab vermutet, tiefschürfend analysiert sind sie noch nicht. In diesem Buch erarbeiten 75 fachkundige AutorInnen eine Bestandsaufnahme des Transformationsprozesses Deutschlands, insbesondere im Osten der Bundesrepublik und geben zugleich einen Überblick über den Stand der Deutschland-Forschung, auch im europäischen Kontext. Die Grundfrage: Was ist nach über 30 Jahren mühseligen Zusammenwachsens erreicht, was ist gescheitert, was bleibt dringend anzupacken? Was hat Corona zusätzlich erschwert? Aber auch darum geht es: Welche gesellschaftspolitischen Entwicklungen bereiten seit 1990 Grund zur Sorge - ob neue Ost-Identitäten, ein tief verwurzelter Rassismus, anhaltende Landflucht, Demokratiezweifel, das Gefühl struktureller Benachteiligung oder die Anfälligkeit für Verschwörungstheorien? An der Suche nach Ursachen und Lösungen beteiligen sich nicht nur WissenschaftlerInnen und PublizistInnen, wie Naika Fourutan, Steffen Mau, Raj Kollmorgen, Andreas Zick, Saskia Handro und 50 weitere WissenschaftlerInnen. Denkanstöße formulieren aber auch prominente Zeitzeuginnen des Einheitsprozesses, darunter Marianne Birthler, Eva und Jens Reich, Gerd Poppe, Wolfgang Thierse und der letzte Ministerpräsident der DDR, Hans Modrow. Rund 100 ganzseitige Fotos aus dem Bestand des Archivs der Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin führen in jedes Thema ein und machen diesen Band auch zu einem visuellen Geschichtsbuch durch die letzten drei Jahrzehnte im Osten dieser Republik. Der Band ist eine Sonderpublikation der Redaktion www.deutschlandarchiv.de der bpb in Zusammenarbeit mit der www.havemann-gesellschaft.de und dem Historiker Ilko-Sascha-Kowalczuk. Am Freitag, den 28.5. diskutieren von 12-13 Uhr mehrere AutorInnen des Buchs, darunter Steffen Mau, Naika Fourutan, Ilko-Sascha Kowalczuk, Katja Salomo, Andreas Zick und Thomas Krüger die Frage: „Wie lange sprechen wir eigentlich noch von „Ostdeutschland“?“

Mitwirkende/Autoren: