Leipzig liest extra - Details zur Veranstaltung

Lesung und Gespräch

Kinderkriegen. Reproduktion reloaded

Veranstalter: Edition Nautilus, Ost-Passage Theater e.V.

Kurzbeschreibung

Kaum ein anderes Ereignis ist für ein Menschenleben so sehr mit Rollenzuschreibungen und Körperlichkeit verbunden – doch was bedeutet Kinderkriegen jenseits romantischer Vorstellungen von Kreißsaalglück und Familie? Was ist »normal«, was ist in Ordnung? Und welche Macht hat der Blick der anderen? Wie umgehen mit einer neoliberalen Arbeitswelt, in der Elternschaft nicht vorgesehen ist? Was macht Migration, was Rassismus mit der Beziehung zwischen Eltern und Kind? – 26 essayistische Erfahrungsberichte werfen Schlaglichter auf aktuelle Fragen rund um Reproduktion und Familie und geben wichtige Denkanstöße für dieses zentrale Thema unserer Gesellschaft. Die neu erschienene Anthologie wird von den Herausgeberinnen Barbara Peveling und Nikola Richter vorgestellt. Aus ihren Essays tragen neben Undine Materni vor Ort auch andere Autor:innen vor. Wir werden versuchen, den einen oder die andere live in die Veranstaltung zu schalten.

Dauer: ca. 120min
Kooperation: edition nautilus

Pandemiebedingt kann die Veranstaltung im Rahmen von Leipzig liest 2021 leider nicht mit Publikum stattfinden. Wir streamen Lesung & Gespräch deshalb live im Internet über den OPT-YouTube-Kanal. Also: Rechtzeitig einschalten! Es lohnt sich.

Beschreibung

Was bedeutet Kinderkriegen jenseits romantischer Vorstellungen von Kreißsaalglück und Familie? Kaum ein anderes Ereignis ist für ein Menschenleben so sehr mit Rollenzuschreibungen und Körperlichkeit verbunden – doch was bedeutet Kinderkriegen jenseits romantischer Vorstellungen von Kreißsaalglück und Familie? Technische und gesellschaftliche Entwicklungen stellen die Konstruktionen unseres Miteinanders auf den Kopf, der menschliche Körper, als sexuelle und reproduktive Einheit, wird neu definiert. Doch zugleich wirken alte Muster fort: Ungewollt Schwangere stehen noch immer massiv unter Druck, Eltern, vor allem Mütter, werden mit Beginn der Schwangerschaft auf Rollenbilder zurückgeworfen, die sie längst überwunden glaubten. Immer wieder stellen sich dieselben Fragen: Was ist »normal«, was ist in Ordnung? Und welche Macht hat der Blick der anderen? Was heißt es, ein ungeborenes Kind zu verlieren, und was, wenn niemand die eigene Trauer versteht? Wie umgehen mit einer neoliberalen Arbeitswelt, in der Elternschaft nicht vorgesehen ist? Wie viel Raum bietet die Gesellschaft behinderten Menschen mit Kinderwunsch? Was macht Migration, was Rassismus mit der Beziehung zwischen Eltern und Kind? Gehen wir als Gesellschaft zu sehr auf Kinder ein – oder zu wenig? 26 essayistische Erfahrungsberichte werfen Schlaglichter auf aktuelle Fragen rund um Reproduktion und Familie und geben wichtige Denkanstöße für dieses zentrale Thema unserer Gesellschaft.

Mitwirkende/Autoren: