Leipzig liest extra - Details zur Veranstaltung

Lesung und Gespräch

Hall of Fame

Veranstalter: weiw publishers Stralsund/Amsterdam

Kurzbeschreibung

Das Buch zum Themenraum »Hall of Fame« von Andree Volkmann im Libeskind-Bau des Jüdischen Museums.

Beschreibung

Also//stehen noch Tempel. Ein//Stern//hat wohl noch Licht.//Nichts,//nichts ist verloren. (Paul Celan, Engführung, 1959) Berlin, in der Nacht. Portraits leuchten durch die eigenwilligen Fensterlinien des Libeskind-Baus. Von einem wolkigen Kosmos umgeben, wirken sie ein wenig der Außenwelt entrückt, und doch erscheinen mehr oder weniger Bekannte: Da ist Sigmund Freud, da ist Hannah Arendt, da sind auch Maimonides und Peggy Guggenheim zu erkennen. Alle illuminierten Büsten — von Amy Winehouse über Walther Rathenau bis Marcel Reich-Ranicki — sind freie Porträts, die Volkmann nicht einfach kopierte. Jede/r Dargestellte entwickelte sich aus Volkmanns akribischer Recherche umfangreichen Dokumentarmaterials unterschiedlichster Quellen, das er sorgsam collageartig zusammenfügte. Und erinnert uns Jesus nicht irgendwie an das legendäre, filmische Werk »Il Vangelo secondo Matteo« von Pier Paolo Pasolini? ... (Detlef Weitz, chezweitz) Die Sammlung der 76 Porträtzeichnungen mit den kurzen erklärenden Texten von Peter Malnikow fungiert als Nachschlagewerk und begleitet die Besucher des Themenraums des wiedereröffneten Jüdischen Museums Berlin. Gleichzeitig ist der Band ein Kunstobjekt, in dem die Rauminstallation in Buchform umgesetzt ist und darin den Regeln der Buchseiten folgt. Er nimmt — wie ein Skizzenbuch — das kontrastreiche Schwarz-Weiß der Porträtzeichnungen auf, und die Farben der Zeichnungen für Wand und Boden finden sich in Vorsatz und Einbandleinen wieder. Das gefaltete Plakat mit einem Foto des Raumes übernimmt die Funktion des Umschlages.

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