Leipzig liest extra - Details zur Veranstaltung

Gespräch

„Make Law Not War“: Der jüdische Jurist Benjamin B. Ferencz

Veranstalter: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Kurzbeschreibung

Vom Ankläger im Nürnberger Einsatzgruppenprozess zum Vorkämpfer für das Völkerrecht

Beschreibung

Der juristische Umgang mit Krieg und staatlichen Gewaltverbrechen steht im Zentrum des Wirkens von Benjamin B. Ferencz, dem die Quellenedition „Kriegsverbrechen, Restitution, Prävention“ gewidmet ist. Der 1920 geborene amerikanisch-jüdische Jurist beteiligte sich an der Verfolgung der deutschen Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs, wirkte als Ankläger in einem der Nürnberger Nachfolgeprozesse und war im Anschluss über viele Jahre mit der Restitution und Entschädigung für jüdische Opfer des Nationalsozialismus befasst. Seit den 1970er Jahren setzte er sich für die Neugestaltung des Völkerstrafrechts ein und avancierte zur Symbolfigur für die Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs. Die Herausgeber des Bands geben Einblicke in das Leben und Wirken des Vorkämpfers für das Völkerrecht. Die Veranstaltung kann in der Akademie und parallel - dank einer Kooperation mit der Hochschule Mittweida - in einem Livestream in Fernsehqualität unter https://www.youtube.com/channel/UC7HrkLhRnXelGP2ARJp76nQ besucht werden. Die Publikation ist im Rahmen eines Projektes der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig entstanden: „Europäische Traditionen – Enzyklopädie jüdischer Kulturen“ – ein Projekt im Akademienprogramm, das als derzeit größtes geistes- und kulturwissenschaftliches Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland von Bund und Ländern getragen wird. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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