Leipzig liest zum Hören

Die Leipziger Buchmesse und ihr Lesefest sind das Frühjahrsereignis der Buchbranche. Mit über 3.700 Veranstaltungen ist „Leipzig liest“ das größte Lesefestival Europas. Diesen Bücherrausch gibt es hier auch zum Nachhören. Damit sich die Zeit bis zur nächsten Buchmesse nicht ganz so endlos anfühlt. Im Podcast „Leipzig liest“ sprechen detektor.fm -Moderator:innen mit spannenden Autor:innen über ihre neuesten Bücher.

Jetzt anhören und abonnieren

Apple Podcasts
Jetzt anhören
Spotify
Jetzt anhören

Alle Folgen im Überblick

Folge 3: Natalie Amiri: Afghanistan. Unbesiegter Verlierer

20 Jahre lang hat der Globale Westen versucht, Afghanistan zu einem starken und demokratischen Land zu machen. Wie sehr der Westen an diesem Anspruch gescheitert ist, das hat sich gezeigt, als sich die internationalen Truppen im vergangenen Jahr zurückgezogen haben aus Afghanistan. Danach nämlich hatten die radikalislamischen Taliban das Land in kürzester Zeit wieder unter ihrer Kontrolle. Natalie Amiri hat das mit Schrecken beobachtet. Als Reporterin war sie lange Jahre für den Öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Nahen Osten unterwegs, hat sich für Frauenrechte eingesetzt und sie hat auch Afghanistan kennengelernt. 100 Tage nach der Machtübernahme der Taliban ist sie zurückgekehrt in das Land, von dieser Reise erzählt Natalie Amiri in ihrem Buch „Afghanistan. Unbesiegter Verlierer“.

Folge 2: Hadija Haruna-Oelker: Die Schönheit der Differenz

Wie wollen wir zusammenleben? Was wollen wir morgen anders machen, um unser Miteinander gleichberechtigter zu gestalten? Über diese und andere Fragen spricht detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew mit Hadija Haruna-Oelker. Die Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Moderatorin beschäftigt sich seit Langem mit Rassismus und der Frage, wie sich unterschiedliche Diskriminierungsformen in einem Menschen überschneiden und gleichzeitig wirken können.

In ihrem Buch „Die Schönheit der Differenz. Miteinander anders denken” erzählt Hadija Haruna-Oelker ihre eigene Geschichte, verbindet sie mit hochaktuellen gesellschaftlichen Fragen und versucht eine Vision davon zu entwickeln, wie wir einander mit Offenheit und Neugier begegnen können.

Folge 1: Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht

Geboren und aufgewachsen ist Nino Haratischwili in der georgischen Hauptstadt Tbilissi, hier in Deutschland besser bekannt als Tiflis. Dort hat sie als Kind die Unabhängigkeit von der Sowjetunion und die folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen erlebte. Schon in jungen Jahren hat sie das Theater und das Schreiben für sich entdeckt. Später hat sie dann in Hamburg studiert, wo sie auch heute noch lebt. Mit ihrem Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ wurde sie einem großen Publikum als wichtige Stimme aus Georgien bekannt. Darin erzählt sie die Geschichte einer georgischen Familie über mehrere Generationen von Frauen. Auch in ihrem neuen Roman „Das mangelnde Licht“ stehen Frauen im Mittelpunkt, nämlich vier junge Frauen, die den Kampf um Unabhängigkeit seit den 80er-Jahren erleben. Moderatorin Charlotte Thielmann spricht mit Nino Haratischwili über ihr Buch, über die Post-Sowjet-Ära und auch über Krieg.