Leipzig liest zum Hören

Die Leipziger Buchmesse und ihr Lesefest sind das Frühjahrsereignis der Buchbranche. Mit über 3.700 Veranstaltungen ist "Leipzig liest" das größte Lesefestival Europas. Ausgewählte Highlights des "Bücherrausch" gibt es hier zum Nachhören. Im Podcast „Leipzig liest“ präsentiert detektor.fm-Moderator Claudius Nießen die besten Gespräche und Themen. Der Podcast erscheint bis zur nächsten Leipziger Buchmesse im 2-Wochen-Takt.

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Alle Folgen im Überblick

Folge 10: Matthias Jügler im Gespräch mit Claudius Nießen

Matthias Jügler ist 1984 in Halle an der Saale geboren und hat Skandinavistik und Kunstgeschichte in Greifswald und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Für seinen Debütroman »Raubfischen« aus dem Jahr 2015 erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen. Außerdem war er Stadtschreiber in Pfaffenhofen, LCB-Stipendiat und Writer in Residence des Goethe-Instituts in Usbekistan. Jetzt ist sein neuer Roman „Die Verlassenen“ erschienen. In dem Buch erzählt Jügler die Geschichte einer vom DDR-Regime zerstörten Familie, die zwischen Stasi-Machenschaften versucht einen Alltag zu leben. Neben der wichtigen und einfühlsamen Aufarbeitung ostdeutscher Geschichte geht es in Jüglers Buch in erster Linie um Verlust, Verrat und um das lähmende Gefühl des Verlorenseins. Im Podcast hören Sie einen kleinen Ausschnitt aus dem Buch und im Gespräch mit Moderator Claudius Nießen erzählt Matthias Jügler außerdem, warum er so viele Reaktionen auf das Buch bekommt, wie er mit diesen häufig auch sehr emotionalen Zuschriften umgeht und warum er sich für den Schreibprozess eine alte Schreibmaschine zugelegt hat.

Folge 9: Simon Urban im Gespräch mit Claudius Nießen

Simon Urban, geboren 1975 in Hagen, hat Germanistik und Komparatistik in Münster sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert. Sein Roman »Plan D« (2011), in dem die DDR heute noch existiert, wurde in elf Sprachen übersetzt. 2014 erschien sein zweiter Roman »Gondwana«. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet er auch als freier Werbetexter. Für die renommierte Agentur Jung von Matt schrieb er 2015 den Edeka-Clip #heimkommen, der mit mehr als 66 Millionen Klicks zu den erfolgreichsten deutschen Virals gehört. Für seinen neuesten Roman „Wie alles begann und wer dabei umkam“ – erschienen bei Kiepenheuer & Witsch – erhielt er den Hamburger Literaturpreis 2020 in der Kategorie Roman. Im Podcast liest Urban zwei Textstellen aus seinem Buch und spricht mit Claudius Nießen darüber, wie es ist, aus einer Juristenfamilie zu kommen und warum er für die Buch-Recherche Heino hören musste.

Folge 8: Jean Peters im Gespräch mit Claudius Nießen

Jean Peters ist Journalist, Aktionskünstler und hat das Kollektiv Peng! gegründet. Mit Peng! unterwandert er regelmäßig Unternehmen und stellte auf mehreren Kunst-Biennalen aus. 2018 wurde das Kollektiv mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Jean Peters ist außerdem Mitbegründer der NGO Seebrücke und war 2019 für das Recherchezentrum Correctiv undercover in der Klimaleugnerszene. Nun hat er über seine Aktionen ein Buch geschrieben. Es heißt „Wenn die Hoffnung stirbt, geht’s trotzdem weiter. Geschichten aus dem subversiven Widerstand“ und ist im S. Fischer Verlag erschienen. In dem Buch geht es u. a. um seinen berühmten Tortenwurf auf die AFD-Politikerin Beatrix von Storch. Im Rahmen von Leipzig liest extra hat Claudius Nießen den Aktionskünstler getroffen und mit ihm über Sahnewürfe auf Nazis, die Kraft der Selbstironie und über die Fehlbarkeit von Aktionskunst gesprochen.

Folge 7: Shida Bazyar im Gespräch mit Claudius Nießen

Mit „Herr der Ringe“ kann sich Shida Bazyar bis heute nicht so richtig anfreunden. Doch das liegt nicht an der abenteuerlichen Geschichte, sondern daran, dass es an weiblichen Charakteren fehlt. Umso wichtiger findet sie es, dass in der Literatur mehr komplexe weibliche Figuren Beachtung finden. In ihrem neuen Roman „Drei Kameradinnen“, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist, gibt es gleich drei davon. Hani, Kasih und Saya wissen alle was es heißt, auf Grund ihrer Herkunft immer und überall in Frage gestellt zu werden. Doch sie halten zusammen und stellen sich der rechten Hetze gemeinsam in den Weg. „Drei Kameradinnen“ ist der zweite Roman der Autorin. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran« erschien 2016 und wurde u. a. mit dem Bloggerpreis für Literatur, dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Im Rahmen von Leipzig Liest Extra hat Claudius Nießen die Autorin eingeladen einen Ausschnitt aus ihrem neuen Buch zu lesen. Außerdem sprechen sie über das Geschichtenerzählen als politische Person, über Schnellfickerhosen und Frauenfreundschaften.

Folge 6: Raphaela Edelbauer im Gespräch mit Claudius Nießen

Raphaela Edelbauer ist in Wien geboren und hat Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst studierte. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Mit ihrem Roman »Das flüssige Land« stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und des Österreichischen Buchpreises. 2021 ist nun ihr Roman „Dave“ bei Klett-Cotta erschienen. Im Rahmen von Leipzig liest extra hat Claudius Nießen die Autorin eingeladen und mit ihr über ihr neues Buch, über das Verlernen des Literaturbetriebs und über das Rudern gesprochen.

Folge 5: Hengameh Yaghoobifarah im Gespräch mit Claudius Nießen

Der Name Hengameh Yaghoobifarah ist mittlerweile bekannt, denn die Person, die dahintersteckt, eckt immer wieder an. Als deutsche nicht-binäre Person mit iranischen Wurzeln fällt Yaghoobifarah für viele aus dem Raster. Gleichzeitig gibt Yaghoobifarah denen eine Stimme, die oft überhört werden. Gemeinsam mit Fatma Aydemir gab Yaghoobifarah 2019 das Sachbuch Eure Heimat ist unser Albtraum heraus, ein Manifest gegen einen als antisemitisch und rassistisch verstandenen deutschen Heimatbegriff, mit Texten von u.a. Max Czollek, Magarete Stokowski oder Mithu Sanyal. Nun ist Yaghoobifarah´s Debütroman "Ministerium der Träume" erschienen. Das Buch erzählt über drei Generationen offen und einfühlsam von schmerzhaften systemischen Diskriminierungserfahrungen mitten in Deutschland. Im Rahmen von Leipzig Liest Extra hat Claudius Nießen Yaghoobifarah zum Gespräch eingeladen. Es ging um einen Abgleich verschiedener Lebensrealitäten, um die Marzipanstadt Lübeck und um Waldspaziergänge mit Nazis.

Folge 4: René Aguigah im Gespräch mit Bénédicte Savoy

Im Rahmen der Buchmesse 2021 hat vom 27. bis 30. Mai 2021 die Sonderausgabe „Leipzig liest extra“ stattgefunden. Die meisten der 400 Veranstaltungen wurden dem Publikum in digitaler Form zugänglich gemacht und so wurde aus den verschiedensten Orten in Leipzig Lesungen, Autor:innengespräche und Diskussionen übertragen. Auch das Grassimuseum hat sich beteiligt und zwar mit einer Veranstaltung mit dem Titel „Geschichte einer postkolonialen Niederlage - Bénédicte Savoy im Gespräch“. Auf der Bühne hat Kulturjournalist René Aguigah mit Bénédicte Savoy über ihr neues Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst - Geschichte einer postkolonialen Niederlage“gesprochen. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen.

Folge 3: Ein Vorgeschmack auf Leipzig liest extra

Im Gespräch mit Claudius Nießen spricht der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille über das diesjährige Leipzig liest extra. Mit beeindruckender Stärke und Kreativität hat die Buchbranche auf die seit mehr als einem Jahr anhaltende Corona-Pandemie reagiert: Unzählige neue Bücher aller Genres kamen seither auf den deutschsprachigen Buchmarkt, darunter zahlreiche preisgekrönte und preisverdächtige. Diese Kreativität von Autor:innen und Verleger:innen will Leipzig liest extra vom 27. bis 30. Mai sichtbar machen. In mehr als 300 Veranstaltungen bieten 80 Orte im Leipziger Stadtgebiet Autor:innen aus dem In- und Ausland unter Pandemie-Bedingungen eine haptische oder digitale Bühne für ihre Werke und Gedanken sowie den Austausch mit dem Lesepublikum.

Folge 2: André Herrmann liest aus „Platzwechsel“

Die ersten Folgen des neuen Podcasts „Leipzig liest“ sollen die Wartezeit auf den Bücherfrühling 2020 etwas verkürzen. Zur literarischen Einstimmung veröffentlichen wir täglich Gespräche und Lesungen aus dem vergangenen Jahr. In dieser Folge ist André Herrmann zu hören. Als Slammer ist er auf vielen Lesebühnen bekannt geworden. Dass er auch Romane kann, hat er mit seinem autobiografischen Buch „Klassenkampf“ gezeigt. Er beherrscht die humoristische Betrachtung des Alltags. In „Platzwechsel“ wird es dabei fast schon esoterisch. Viel Spaß mit den Auszügen aus seinem zweiten Roman.

Folge 1: Ein Ausblick auf die Leipziger Buchmesse 2020

Die Wege zwischen Leseförderung und Demokratieförderung sind kurz. Besonders kurz sind sie auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Einen Ausblick auf die inhaltlichen Schwerpunkte und besondere Highlights gibt detektor.fm-Moderator Claudius Nießen in dieser Folge im Gespräch mit seinen Premiere-Gästen. Mit dabei: Schauspieler, Musiker und Autor Max von Thun, Buchmesse-Direktor Oliver Zille und Kateryna Stetsevych. Die Kuratorin verantwortet für die Bundeszentrale für politische Bildung und die Leipziger Buchmesse den Programmschwerpunkt „The Years of Change 1989-1991“. Aufgezeichnet wurde diese Folge in der grandiosen Kulisse des UT Connewitz, einem der ältesten noch erhaltenen Lichtspieltheater Deutschlands.

Folge 0: Wir starten einen Podcast

In Folge Null bei „Leipzig liest“ spricht detektor.fm-Moderator Claudius Nießen mit Buchmesse-Direktor Oliver Zille über die Idee, einen Podcast zu starten, warum die literarischen Stimmen und Themen des Lese-Festivals das ganze Jahr über zu hören sein sollen und was die Literatur-Fans erwartet. Außerdem geht es um die fast schon symbiotische Verbindung von Lesen und Hören.