Zur Sprachwahl
Zur Metanavigation
Zur Sucheingabe
Zur den Bannertabs
Zur Hauptnavigation
Zum Inhalt
Login
Login

Bitte füllen Sie die Felder aus. Angaben mit einem * werden benötigt.

an mich erinnern
Mein Profil
Header Mobile Header
    Nachricht vom 10.12.09 | Leipziger Buchmesse

    Entwicklung der Musikverlagsstadt Leipzig

    Leipzig kann seit jeher musikhistorische Bedeutung für sich verbuchen. Der Thomanerchor, der 1212 gemeinsam von Thomaskirche und Thomasschule gegründet wurde, die Eröffnung des Leipziger Opernhauses 1693 als eines der ersten in Europa, das Gewandhausorchester und die frühe Etablierung eines Konservatoriums als Zentrum der praktischen musikalischen Ausbildung sprechen für die avantgardistische Stellung Leipzigs.

    Maßgebliche Bedeutung besitzt auch das Verlagswesen, das die Werke der Komponisten publik machte und den Grundstein dafür legte, dass Leipzig im 19. Jahrhundert zu einer führenden europäischen Musikmetropole avancieren konnte.

    Wiege der Musikverlage

    Bernhard Christoph Breitkopf gründete 1719 den Verlag Breitkopf, die älteste Institution der Stadt und den heute ältesten Musikverlag der Welt. Mit der Übernahme durch Gottfried Christoph Härtel ergaben sich enge Kontakte zu Ludwig van Beethoven und der bis heute verwendete Verlagsname „Breitkopf und Härtel“. Später entstand ein enger verlegerischer Kontakt zu den romantischen Komponisten Mendelssohn-Bartholdy, Schumann, Liszt, Wagner und Brahms.

    Ebenso bedeutsam für die Musikgeschichte Leipzigs war die Gründung des "Bureau de Musique" durch Franz Anton Hoffmeister und Ambrosius Kühnel. 1814 übernahm der Buchhändler Carl Friedrich Peters den Verlag, der seither unter dem Namen C.F. Peters bekannt ist und bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedeutende Editionen von Werken Johann Sebastian Bachs vorlegte. Edvard Grieg, der von 1858 bis 1862 am Leipziger Konservatorium studierte, wurde maßgeblich von C.F. Peters gefördert.

    Neben Breitkopf und Härtel und dem Verlag C.F. Peters besteht bis heute der Friedrich Hofmeister Musikverlag. Diese dritte Institution wurde 1807 von Friedrich Hofmeister, der bei Breitkopf und Härtel gelernt und im „Bureau de Musique“ gearbeitet hatte, gegründet. In seinem eigenen Verlag brachte er neben Werken von Ignaz Moscheles oder Heinrich Marschner unter anderem Frühwerke Robert Schumanns und Clara Wiecks heraus.

    Zeitschriften für Musik

    Nicht nur das Verlegen von Noten blühte zu dieser Zeit. In Leipzig erschienen auch unterschiedliche Zeitschriften zum Thema Musik. Die Allgemeine Musikalische Zeitung zählte, neben der von Robert Schumann gegründeten Neuen Zeitschrift für Musik, zu den bedeutendsten Musikfachblättern des 19. Jahrhunderts. Sie wurde 1798 von Friedrich Rochlitz und dem Musikverleger Gottfried Christoph Härtel begründet, in dessen Verlag Breitkopf und Härtel sie erschien.

    Geschichtliche Zäsur

    Während bis ins 20. Jahrhundert neben den drei großen Institutionen noch zahlreiche andere Verlage existierten, hinterließen die folgenden Dekaden in der Verlagsbranche deutliche Spuren. Beispielweise zerbrachen der Musikverlag Apollo, Bosworth und Co und der Musikverlag August Cranz an den politischen und wirtschaftlichen Umständen der Nachkriegszeit. Das Grafische Viertel, wo das Verlagswesen vorrangig angesiedelt war, wurde im zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört.

    Breitkopf und Härtel ließen sich nach 1945 in Wiesbaden nieder. Der Verlag C.F. Peters wurde während der Nazi-Diktatur zwangsweise „arisiert“, die Geschäftsführung und die Besitzerfamilie Hinrichsen verließen das Land. Der Verlag wurde in der DDR verstaatlicht und 1993 an die Familie Hinrichsen zurückgegeben.

    Die Verlagsstadt heute

    Heute befinden sich in Leipzig Dependancen von Breitkopf und Härtel sowie C.F. Peters. Der Hofmeister Verlag kehrte ganz an seinen Gründungsort zurück. Außerdem ist der traditionsreiche Deutsche Verlag für Musik in Leipzig ansässig, und es gibt eine Reihe kleiner, nach der Wende neu gegründeter Musikverlage wie den Musikverlag Pfefferkorn, den Musikverlag Krämer, den Ebert Musikverlag sowie den Kistner und Siegel Musikverlag.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Heike Fischer
    Telefon: +49 341 678 81 81
    Fax: +49 341 678 81 82
    E-Mail: h.fischer@leipziger-messe.de


    Downloads

    Musikverlagsstadt-Leipzig.rtf (RTF, 31,48 kB)button image

    Links

    Impressum| Datenschutz und Haftung| Leipziger Messe GmbH, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig. © Leipziger Messe 2017. Alle Rechte vorbehalten