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    Nachricht vom 02.02.15 | Leipziger Buchmesse / Lesefest Leipzig liest

    1965 bis 2015. Deutschland – Israel.

    Leipziger Buchmesse widmet ihren Messeschwerpunkt 2015 dem deutsch-israelischen Dialog

    In diesem Jahr begehen Deutschland und Israel ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre deutsch-israelische diplomatische Beziehungen. Zwanzig Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur und dem Völkermord an etwa sechs Millionen Juden und siebzehn Jahre nach der Staatsgründung Israels war die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen am 12. Mai 1965 eine historische Leistung. Mit ihrem Messeschwerpunkt „1965 bis 2015. Deutschland – Israel“ würdigt die Leipziger Buchmesse 2015 das einzigartige Verhältnis beider Staaten. Zahlreiche Autoren aus Israel und Deutschland kommen im Rahmen des Literaturevents zu Wort und sprechen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Dialog wird am Messedonnerstag, um 10.30 Uhr, in Anwesenheit von S.E. Yakov Hadas-Handelsman, dem Botschafter des Staates Israels in Deutschland, und dem Kulturbürgermeister der Stadt Leipzig, Michael Faber, sowie einigen Schriftstellern wie Meir Shalev auf dem Leipziger Messegelände eröffnet.

    „Die Entscheidung der Leipziger Buchmesse, dem Jubiläum einen Messeschwerpunkt zu widmen, freut mich sehr“, erklärt Israels Botschafter S.E. Yakov Hadas-Handelsman. „Gerade die Literatur ermöglicht uns, unser Land sowie seine Geschichte, Gesellschaft und Kultur besser und tiefer verstehen zu lernen und Vorbehalte abzubauen.“ Auch Buchmessedirektor Oliver Zille unterstreicht: „Über kaum ein Land erreichen uns so viele Informationen wie über Israel. Doch mit welchem Blick schauen wir eigentlich auf Israel und seine Menschen? Mit dem Messeschwerpunkt bietet die Leipziger Buchmesse die Gelegenheit, sich direkt und differenzierter mit Autoren auszutauschen. Auf diese Weise wird der Leipziger Bücherfrühling einmal mehr zum Ort von Begegnung und von offenen Gesprächen zwischen Autoren, Verlegern, Politikern, Medienvertretern und Lesern.“

    Während der Messetage, vom 12. bis 15. März 2015, reisen 40 Autoren aus Israel und Deutschland zu insgesamt 74 Lesungen, Paneldiskussionen und Lesepartys nach Leipzig. Sie präsentieren unterschiedliche Facetten des deutsch-israelischen Verhältnisses und spiegeln das Leben der jeweils anderen Gesellschaft. Der Messeschwerpunkt wird von der Botschaft des Staates Israel in Berlin und dem Club Bertelsmann in Zusammenarbeit mit deutschen Verlagen und weiteren Partnern organisiert. Die Leipziger Buchmesse und die Stadt Leipzig unterstützen das Programm.

    Prominent besetzte „Lange Nacht der deutsch-israelischen Literatur“

    Tel Aviv, die israelische Metropole am Mittelmeer ist bekannt für ihren Slogan „Die Stadt, die niemals schläft“. Daran anknüpfend macht die „Lange Nacht der deutsch-israelischen Literatur“ am ersten Messeabend, dem 12. März 2015, ab 19.00 Uhr im Schauspiel Leipzig die Nacht zum Tag. Besucher dieser Lesenacht mit dem Titel „Geschichten von Liebe und Finsternis“ dürfen sich auf Amos Oz freuen, der jüngst mit dem ersten Siegfried-Lenz-Preis geehrt wurde. Amos Oz spricht mit der Journalistin Shelly Kupferberg über seinen neuen Roman „Judas“. Der Schauspieler und Sprecher Christian Brückner, der das Hörbuch „Judas“ eingelesen hat, trägt einige Passagen aus dem Roman vor. Weitere prominente Gäste des Abends und Gesprächspartner von Shelly Kupferberg und Jochanan Shelliem sind die Autoren Dan Diner, Lizzie Doron, Gila Lustiger, Mirjam Pressler, Avi Primor, Meir Shalev und Carlo Strenger. Musikalisch wird die Nacht vom Itamar Erez Trio begleitet. Die Abendveranstaltung wird aufgezeichnet und als Lange Nacht der deutsch-israelischen Literatur am Wochenende 14./15. März 2015 in der Nacht von Freitag auf Samstag ab 0.05 Uhr im Deutschlandradio Kultur und am Samstag ab 23.05 Uhr im Deutschlandfunk zu hören sein.

    Nachtschwärmer kommen am Donnerstag ab 21.30 Uhr in der „Baustelle“ im Schauspiel Leipzig zusätzlich auf ihre Kosten. Im Club Tel Aviv lesen Norbert Kron und Amichai Shalev aus ihrer Anthologie „Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen“, in der deutsche und israelische Autoren über ihre Erfahrungen im jeweils anderen Land schreiben. Die Leipziger Autorin Rebecca Maria Salentin und Hila Blum aus Israel stellen ihre Debütromane „Schuld war Elvis“ und „Der Besuch“ vor. André Herzberg bringt seinen Roman über eine jüdische Familie „Alle Nähe fern“ und seine Gitarre mit. Die Leipzigerin Kerstin Preiwuß spricht über ihren Roman „Restwärme“ und berichtet von ihrem Gespräch mit der israelischen Autorin Ella Milch-Sheriff im Jahr 2008 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lese- und Schreiberfahrungen“. Die von der Botschaft des Staates Israel in Berlin, dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig und dem Club Bertelsmann entwickelten Begegnungen finden seit 2008 regelmäßig statt. Zum Abschluss legt das israelisch-deutsche DJ-Team rejoicer & 2bfuzzy (Faze/Berlin) auf. Der „Club Tel Aviv“ wird veranstaltet von der Botschaft des Staates Israel in Berlin, dem Club Bertelsmann und der Tageszeitung „Die Welt“.

    Der Vorverkauf für die Tickets im Schauspiel Leipzig startet am 10. Februar. Der Preis für die Tickets zur Langen Nacht der deutsch-israelischen Literatur beträgt 12,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro. Tickets für die Leseparty Club Tel Aviv kosten 5,00 Euro. Alle Eintrittskarten sind über das Schauspiel Leipzig und allen teilnehmenden Vorverkaufsstellen erhältlich.

    Nicht nur literarisch, sondern auch filmisch sind Deutschland und Israel eng miteinander verbunden. Israelische Filme, die teilweise in Kooperation mit deutschen Firmen oder der deutschen Filmförderungen entstanden sind, haben in den letzten Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt und manchen Preis auf internationalen Festivals erhalten. Der Film- und Medienwissenschaftler Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann zeigt anhand von Beispielen am Freitagabend im Passage-Kino die deutsch-israelische Filmgeschichte.

    Literatur und Gesellschaft des Landes entdecken

    Messebesucher können am Stand der Botschaft des Staates Israel in Halle 4 aktuelle israelische Literatur kennen lernen und als Reiseland Israel entdecken. In einem speziellen Forum neben dem Messestand sind Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen mit Autoren und Experten geplant. Die Zeichnerin Merav Salomon, der Comicexperte Assaf Gamzou und die Autoren Hila Blum, Fredy Gareis, Carlos Strenger und Chaim Noll freuen sich am Donnerstag auf die Begegnung mit dem Messepublikum in Leipzig. Am Freitag sind Prof. Dan Diner, Lizzie Doron, Amichai Shalev, Norbert Kron, Meir Shalev und Fania Oz-Salzberger zu Gast am Stand der Botschaft. Den Samstag nutzen die Schriftsteller Ron Segal, Yishai Sarid, Ayelet Gundar-Goshen, Anat Talshir, Assaf Gamzou und der Filmhistoriker Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann zur Vorstellung ihrer Bücher. Am Sonntag schauen Irit Amiel und Johannes Reichert am Stand vorbei.

    Anlässlich des Messeschwerpunktes findet erstmals eine israelische Comicausstellung in der Manga-Comic-Convention (MCC), dem Event für Manga, Comic, Cosplay und Games zur Leipziger Buchmesse, in der Messehalle 1 statt. Zeitgenössische israelische Zeichner zeigen einzigartige Bilder und geben Einblicke in die reiche Comicszene des Landes. Zu Gast in Leipzig sind unter anderem der Kurator des Israeli Cartoon Museum, Assaf Gamzou vom Lehrstuhl für Jüdische Studien der Universität Tel Aviv, und die bekannte Illustratorin Merav Salomon.

    Satellitenprogramm zum Messeschwerpunkt „1965 bis 2015. Deutschland – Israel.“

    Im Satellitenprogramm zum Messeschwerpunkt „1965 bis 2015. Deutschland – Israel.“ laden Verlage, Aussteller und Partner der Leipziger Buchmesse zu Begegnungen und Diskussionen rund um das Thema „50 Jahre deutsch-israelische diplomatische Beziehungen“ ein.

    Begegnungen in der Alten Nikolaischule und im Ariowitsch-Haus

    Der Club Bertelsmann, der vor zehn Jahren die Veranstaltungsreihe „Deutsch-israelische Beziehungen“ begründet und seitdem entwickelt hat, betitelt 2015 seine „Jüdischen Lebenswelten“ in der Alten Nikolaischule im Ariowitsch-Haus „Begegnungen. Deutsche und israelische Autoren sprechen über ihre Bücher.“ Die Veranstaltungsreihe wird zusammen mit dem politischen Magazin Cicero und dem MDR mitveranstaltet.

    Von Donnerstag bis Samstag geben sich im Ariowitsch-Haus täglich ab 17.00 Uhr israelische und deutsche Autoren bei der Programmreihe „Begegnungen“ vom Club Bertelsmann und Cicero die Klinke in die Hand. Am Donnerstag sind Mirjam Pressler, Fania Oz-Salzberger und Ron Segal, Andrea von Treuenfeld, Wolfgang Bücher und Chaim Noll zu Gast. Jan Himmerlfarb, Eva Menasse, Carlo Strenger und Steven Uhly treten am Freitag auf ebenso wie Gregor Gysi, Friedrich Schorlemmer und Avi Primor, die über das Verhältnis zwischen Israel und der DDR diskutieren werden. Am Samstag treten zunächst Irit Amiel und Michael Degen im Ariowitsch-Haus auf. Josef Joffe und Hellmuth Karasek sprechen danach über jüdische Witze und André Herzberg stellt seinen Familienroman vor und spielt dazu auf seiner Gitarre.

    Zu weiteren Begegnungen laden der Club Bertelsmann und Cicero am Freitag und Samstagabend in die Alte Nikolaischule ein. Am Freitag können die Besucher ab 17.00 bis ca. 22.00 Uhr Jan Assmann, Anat Talshir, Carlo Strenger, den in Berlin lebende Fotografen Ali Ghandtschi sowie die Herausgeber und vier Autoren der Anthologie „Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen“ erleben, nämlich Norbert Kron, Amichai Shalev, Katharina Hacker und Reiner Merkel. Am Samstag liest ab 18.00 Uhr Schauspielerin Hendrikje Fitz Satiren von Ephraim Kishon. Um 19.00 Uhr stellt die Schriftstellerin Claire Hajjaj ihren Debütroman „Ismaels Orangen“ vor. Die „Begegnungen“ schließen um 20.00 Uhr mit einem Blick auf den Religionsphilosophen Martin Buber, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Für den Begründer der Philosophie des Dialogs war die Begegnung mit dem Chassidismus Mittelpunkt seines Denkens. Mit seiner Übersetzung der „Die Erzählungen der Chassidim“ wollte Martin Buber dieses Kulturerbe für die Zukunft bewahren und im Sinne eines „Widereintritts in die Überlieferung“ weitergegeben. Dr. Silvia Richter von der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin führt in das Buch ein. Isabel Hindersin liest Texte aus dem Buch, das Martin Buber persönlich für den Manesse Verlag zusammengestellt hatte.

    Doppelte Identitäten

    „Doppelte Identitäten in der Literatur“ betiteln das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und Cicero ihre gemeinsame Veranstaltung am 12. März, 15.00 Uhr, im Café Europa auf dem Messegelände. Unter dieser Überschrift debattieren der arabisch-israelische Schriftsteller Ayman Sikseck und die aus Georgien stammende deutsche Schriftstellerin Nino Haratischwili. Als Diskussionspartner ist zudem Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, angefragt. Dr. Alexander Kissler, Ressortleiter „Salon“ bei Cicero, moderiert das Gespräch über doppelter Identitäten und Mehrsprachigkeit und ihre Auswirkungen auf die Literatur. Zur Debatte steht auch, ob Autoren, die in einer fremden Sprache schreiben, den politischen Diskurs beeinflussen und sogar zu Brückenbauern zwischen fremden Heimaten werden.

    Israel, die DDR und die deutsche Linke

    Anders als die Bundesrepublik Deutschland unterhielt die DDR keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. „Im Rahmen einer Gesamtschau ist es im 25. Jahr nach der Wiedervereinigung unerlässlich, auch dieser Prägung aus den Jahren 1949 bis 1989 nachzuspüren“, erklärt Oliver Zille. Zeitzeugen aus Israel, den palästinensischen Gebieten und aus der ehemaligen DDR diskutieren am Freitag, dem 13. März, 15.00 Uhr, das Verhältnis zwischen der DDR, Israel und der deutschen Linken im Zeitgeschichtlichen Forum. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Zwischen Palästina-Solidarität und Antizionismus – Israel, die DDR und die deutsche Linke“. Sie ist eine Kooperation von Deutschlandradio Kultur, dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig und der Leipziger Buchmesse.

    Jerusalem Book Fair: Literarischer Auftakt in das Jubiläumsjahr

    Der literarische Auftakt in das deutsch-israelische diplomatische Jubiläumsjahr findet zur Jerusalem Book Fair statt. Vom 8. bis 12. Februar treffen sich auf der renommierten Jerusalemer Bücherschau zahlreiche Autoren wie Jennifer Teege, Katja Petrowskaja aus Deutschland und die Comiczeichnerin Rutu Modan aus Israel. Auf Einladung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und des Außenministeriums des Staates Israel verschaffen sich Literaturjournalisten aus Deutschland anlässlich der Jerusalemer Book Fair einen persönlichen Eindruck von den zeitgenössischen deutsch-israelischen Literaturbeziehungen.

    Hintergrund

    Die Leipziger Buchmesse bietet seit vielen Jahren der Literatur aus Israel eine Bühne. Schon zum 40. Jubiläum der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen bot die Leipziger Buchmesse einen Festakt, es präsentierten sich zahlreiche Autoren des Landes. Seither haben sich regelmäßig zu den Messen zahlreiche Größen der Branche in Leipzig vorgestellt und mit deutschen Autoren und Lesern diskutiert – darunter Amos Oz, Zeruya Shalev, David Grossman, Joshua Sobol, Yoram Kaniuk, Mira Magén, Etgar Keret, Lizzie Doron und Eshkol Nevo.

    Über die Leipziger Buchmesse

    Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Die Leipziger Buchmesse 2015 mit dem Lesefest Leipzig liest findet vom 12. bis 15. März auf dem Leipziger Messegelände sowie im gesamten Stadtgebiet statt. Es werden rund 2.000 Aussteller, über 235.000 Besucher und mehr als 2.700 Journalisten erwartet. Parallel zur Leipziger Buchmesse findet die 21. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

    Ansprechpartner für die Presse zu „1965 bis 2015. Deutschland – Israel“:

    Ruth Justen
    Freie Journalistin im Auftrag der Leipziger Buchmesse
    Tel.: +49 (0) 341 / 6 78 6555
    Mobil: +49 (0) 152 / 3364 7983
    E-Mail: r.justen@leipziger-messe.de

    Leipziger Buchmesse im Internet:
    http://www.leipziger-buchmesse.de

    Leipziger Buchmesse im Social Web:
    http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
    http://twitter.com/buchmesse


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Julia Lücke
    Telefon: +49 341 678 65 55
    Fax: +49 341 678 16 65 55
    E-Mail: j.luecke@leipziger-messe.de


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