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    Ivan Blatný – Hilfsschule Bixley, ein zentrales Werk der tschechischen Literatur des 20. Jh.

    23. März 2019 | 13:00 – 13:30 Uhr

    Mitwirkende/Autoren
    • Jan Faktor,
    • Annette Simon
    Moderation
    • Reto Ziegler
    Veranstalter
    Edition Korrespondenzen
    Art der Veranstaltung
    Lesung und Gespräch
    Genre
    Belletristik, Lyrik
    Beschreibung:
    Ungezähmte Sprachlust! Blatnýs im englischen Exil in der Psychiatrie verfassten Gedichte

    Im Februar 1948, wenige Wochen nach der kommunistischen Machtübernahme, nutzte Ivan Blatný, der gefeierte Jungstar der tschechischen Literatur, einen Stipendienaufenthalt in England, um sich ins Exil abzusetzen. Nach einem Nervenzusammenbruch verbrachte er aus Angst vor Verfolgung die meiste Zeit in psychiatrischen Heilanstalten in Südengland. Hier entstanden nach Jahrzehnten der literarischen Abstinenz zwei einzigartige Gedichtbände, die die gewaltige Potenz dieses Dichters erst wirklich zeigten: "Alte Wohnsitze" und "Hilfsschule Bixley".
    In "Hilfsschule Bixley" trifft der Krankenhausalltag auf Erinnerungen an die Jahre in Brünn, Fernsehnews und Königshausklatsch schließen sich mit Blatnýs reichem kulturhistorischen Wissen kurz. Über Anspielungen und Zitate bleibt der Autor mit sich und seinen Dichterfreunden im Gespräch.
    Überraschend zwanglos, mit ungebändigter Sprachlust, wechselt Blatný mitten im Satz von Tschechisch zu Englisch, Französisch oder Deutsch, zuweilen gar mit Reimen über die Sprachgrenzen hinweg. Seine surrealistischen Collagen schaffen ein eindrückliches Porträt der brüchigen Existenz eines durch Exil und Sanatorium doppelt isolierten Autors

    Ivan Blatný (1919–1990), geboren in Brünn, gilt heute als einer der größten tschechischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Er veröffentlichte zwischen 1940 und 1947 mehrere Gedichtbände und lebte ab 1948 bis zu seinem Tode in Südengland im Exil.
    Ort
    Forum Die Unabhängigen, Halle 5, Stand H309
    Hallenplan

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