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    Dagny oder ein Fest der Liebe

    16. März 2018 | 17:00 – 17:30 Uhr

    Mitwirkende
    • Zurab Karumidze
    Moderation
    • Stefan Weidle
    Veranstalter
    Art der Veranstaltung
    Lesung
    Reihe
    Leipzig liest international, Georgien
    Genre
    Belletristik
    Beschreibung:
    Einer der bekanntesten Autoren Georgiens liest aus seinem Roman.

    Fast wäre es leichter aufzuzählen, was in diesem Roman nicht vorkommt, denn Zurab Karumidze hat alles in sein großes postmodernes Spiel gepackt, dessen er nur irgend habhaft werden konnte. Immerhin aber hat er uns eine zentrale Figur geschenkt, Dagny Juel. Die gab es wirklich, sie wurde am 4. Juni 1901 in Tiflis von einem nicht erhörten Liebhaber erschossen. Sich selbst erschoß er dann auch. Am 8. Juni 1901, ihrem 34. Geburtstag, wurde Dagny in Tiflis beerdigt.
    Dagny Juel war Norwegerin, sie lernte früh Edvard Munch kennen und wurde sein Modell (etwa für die berühmte „Madonna“). Später traf sie auf August Strindberg, der sie erst liebte und dann in einem Drama vernichtete. Schließlich aber heiratete sie den Bohemiensatanisten Stanislaw Przybyszewski, mit dem sie in dem Berliner Künstlerkreis um die Kneipe „Das Schwarze Ferkel“ unterwegs war. Przybyszewski verkaufte sie dann an seinen Jünger Wladyslaw Emeryk, der sie nach Tiflis mitnahm. Dagny Juel hat selbst Gedichte und kurze Dramen geschrieben, die Karumidze immer wieder zitiert; diese Passagen wurden für die deutsche Fassung eigens aus dem Norwegischen übersetzt.
    Wer tritt sonst noch auf in diesem Roman? Zunächst der georgische Mystiker Georges Gurdjieff und der georgische Volksdichter Wascha-Pschawela. Weiter ein sprechender Rabe vom Saturn, der Maler Niko Pirosmani, ein tibetanischer Schamane, August Strindberg und viele andere. Sie alle nehmen an einem „Fest der Liebe“ teil, das dann gründlich schiefgeht, weil sich der junge Revolutionär Koba einmischt, der ein Auge auf Dagny geworfen hat. Er wird später als Josef Stalin in die Geschichte eingehen.
    Und natürlich spielt das georgische Nationalepos, „Der Recke im Tigerfell“ von Schota Rustaweli, eine wichtige Rolle.

    Zurab Karumidze (geb. 1957) ist einer der bekanntesten Autoren Georgiens. Sein Werk umfasst Romane, Kurzgeschichtensammlungen, Novellen sowie ein Buch über Jazz, das den wichtigen georgischen Literaturpreis SABA gewann. Darüber hinaus ist er Herausgeber und Mitherausgeber einiger Essaybände über die georgische Politik und Kultur.

    Sein Roman „Dagny or A Love Feast“ wurde 2012 auf die Longlist des „Dublin International Literary Award“ gewählt.

    Zurab Karumidze lebt in Tiflis und ist als außenpolitischer Berater der georgischen Regierung tätig.
    Ort
    Forum Literatur Halle 5, Stand K600
    Hallenplan

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