Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

2017_LBM_Loslesen

Elisabeth Volkers / Christine Kleicke Meine Reisen mit Familie Mozart Buch mit CD, 48 Seiten ISBN 978-3-7957-1094-1 ED 22661 · € 19,50 Unterwegs mit Familie Mozart – spannende Geschichten • mitreißende Musik • bezaubernde Illustrationen Erhältlich bei Ihrem Buch- oder Musikalienhändler oder unter www.schott-music.com Thekla, das Reiseklavier der Familie Mozart, steht alt und verstaubt auf einem Dachboden und erinnert sich an Wolfgangs erste Kompositionsversuche, an abenteuerliche Reisen durch ganz Europa und viele Erlebnisse in Salzburg und Wien. Das Reiseklavier hat viel Spannendes erlebt und viel zu erzählen. ich bin Thekla – das Reiseklavier der Familie Mozart. Ich möchte dir von der Zeit erzählen, als ich mit den Mo- zarts in ganz Europa unterwegs war – auf abenteuerli- chen Reisen in der Postkutsche. Mozarts Leben war erfüllt von Musik. Oft kam er zu mir und spielte auf meinen Tasten. Dann erzählte er mir von seinen Erlebnissen: dem aufregenden Konzertauftritt bei der Kaiserin in Wien, der stürmischen Überfahrt mit einem Segelschiff nach England und seiner Begeisterung für die Oper. Dieses Buch schildert das Leben des großen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und verrät Spannendes über die damalige Zeit: Wie reiste man früher? Welche Spiele spielten die Kinder vor mehr als 200 Jahren? Und weshalb trugen Frauen und Männer weiße Perücken? Die farbenreichen Illustrationen von Christine Kleicke zeigen viel Liebe zum Detail und versetzen den Betrachter in die faszinierende Welt Mozarts. Mit Hörbuch-CD • Lesung mit vielen Klangbeispielen aus Mozarts bekanntesten Werken r Elisabeth Volkers • Christine Kleicke Meine Reisen mit Familie Mozart Ein Klavier erzählt Elisabeth Volkers • Christine Kleicke • Meine Reisen mit Familie Mozart ED 22661 ED 22661 9 783795 710941 > ISBN 978-3-7957-1094-1 ED 22661 m i t Hörbuch - C D MA 0567-01· 11/16 22 Konzerte – Konzerte – Konzerte 8 r Noch bevor es wieder Frühling wurde, schmiedete Vater Leopold neue Pläne. Er nahm sich vor, mit seinen Kindern durch ganz Europa zu reisen: nach Paris und London – und in viele andere Städte. Nannerl und Wolfgang sollten alle großen Komponisten und Musiker kennenlernen und überall berühmt werden. Im Juni 1763 ging es los. Leopold hatte inzwischen eine eigene Kutsche gekauft, sodass wir nicht mehr in der Postkutsche mitfahren mussten. Der W weit. D onen macht zerte. Städte in Mü fuhren lenz u Auftrit Eines habe Stund sitzen Herren tens es hören mit de und k wenn sen ab Dennoch war die Fahrt sehr abenteuerlich. Der Wagen war für die lange Reise schwer bela- den. Schon am ersten Tag fuhren wir über eine Baumwurzel und gleich danach in ein Schlag- loch. Es gab ein lautes Krachen und plötzlich kippte die ganze Kutsche auf die Seite – das lin- ke Hinterrad war gebrochen! Wolfgang und Nannerl kletterten als Erste aus der Kutsche heraus und halfen den anderen. Alle hatten den Unfall gut überstanden – auch ich, Thekla, denn zum Glück war ich gut fest- geschnürt. Sonst wäre das sicher mein Ende ge- wesen. Selbst ein Reiseklavier findet das Reisen nicht immer schön. Für Nannerl und Wolfgang war die Zeit in der Kutsche diesmal nicht langweilig, denn sie hatten viel zu lernen. »Bis wir in Paris an- gekommen sind, müsst ihr etwas Französisch sprechen können«, erklärte ihnen ihr Vater. »Sonst könnt ihr dort noch nicht einmal Brot einkaufen.« – »Was heißt denn ‚Brot‘ auf Fran- zösisch?«, wollte Wolfgang wissen. »Pain«, ant- wortete Nannerl, die heimlich schon etwas ge- übt hatte. – »Und weil wir höflich sind, sagen wir immer noch ‚bitte‘: s’il vous plaît«, ergänzte Vater Leopold. 16 17 Hexenmeisterchen 6 r Ein Konzert für die Kaiserfamilie – einfach unglaublich! Das war natürlich ein großes Ereignis für die Mozarts. Nannerl und Wolfgang übten eifriger denn je, Mutter Anna Maria bügelte die Kon- zertkleider und puderte die Perücken.* Vater Leopold stellte das Konzertprogramm zusammen. Seine Kinder sollten alles zeigen, was sie konnten. Sie durften vierhändig musizieren – also beide zugleich an einem Klavier. Wolfgang sollte auch auf der Geige vorspielen. Und er wollte sogar ein Stück vorführen, das er sich selbst ausgedacht hatte. Die beiden verspielten sich beim Üben jetzt häufiger, weil sie ständig an die Kaiserfamilie denken mussten. »Du brauchst nicht so nervös zu sein«, ermutigte ich Wolfgang, als er sich wieder einmal verspielt hatte. »Spiel einfach so schön wie sonst auch. Ich werde fest an dich denken. Dann kann nichts schiefgehen.« * Was war das damals für eine Perückenmode? Zur Mozart-Zeit war es üblich, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer weiße Perücken trugen. Die Perücken für die Frauen waren meist aufgetürmt und sehr aufwändig, die der Männer schlichter mit einem Zopf im Nacken. Ihre weiße Farbe erhielten die Perücken durch ein Puder aus Kartoffelmehl, mit dem sie bestäubt wurden. Im 18. Jahrhundert glaubte man, dass zu viel Wasser dem Körper schaden könnte. Daher war es nicht üblich zu baden. Man rieb sich nur mit feuchten Tüchern ab und parfümierte sich. Die Perücken wurden ebenfalls nicht gewaschen. Das war natürlich ein Paradies für Flöhe und Läuse! Doch auch ich war ganz aufgeregt, als Nannerl und Wolfgang mit ihrem Vater an einem Okto- bertag das Haus verließen, um vor der Kaiserin zu spielen. Ich atmete erst wieder auf, als die beiden Kinder abends nach Hause kamen. Sie konnten ihrer Mutter gar nicht schnell ge- nug erzählen, was alles passiert war: »Wenn ich groß bin, werde ich Erzherzogin Maria Antonia heiraten, weil sie das liebste Mädchen auf der ganzen Welt ist«, schwärmte Wolfgang, kaum dass er zur Tür hereinspaziert war. mit Hörbuch 9783795710941 >

Seitenübersicht